dpa

Schusswechsel: Streit zwischen Familien aus Bosnien in Darmstadt eskaliert

8.5.2020 10:18 Uhr

Bei einem Streit zwischen zwei bosnischen Familien in Darmstadt sind mindestens vier Männer verletzt worden. Einige der Verletzungen wurden durch Schüsse verursacht, wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Polizeipräsidium Südhessen mitteilten. Die Polizei nahm nach der Tat sechs Verdächtige fest.

Der Auslöser der gewalttätigen Auseinandersetzung war zunächst unklar. Die beiden Familien stehen nach Angaben der Behörden in einem "Verwandtschaftsverhältnis" zueinander. Sie seien schon länger in Streitigkeiten verwickelt gewesen. Laut Staatsanwaltschaft Darmstadt und Pressestelle der Polizei Südhessen weisen die mutmaßlichen Täter Migrationshintergrund aus dem ehemaligen Jugoslawien - Bosnien - auf. Die jüngeren mutmaßlichen Täter verfügen über die deutsche Staatsbürgerschaft.

Verletzte außer Lebensgefahr

Die vier Verletzten im Alter zwischen 29 und 58 Jahren wurden den Angaben zufolge ins Krankenhaus gebracht. Sie seien alle außer Lebensgefahr. In ersten Angaben der Polizei war noch von drei verletzten Männern die Rede gewesen. Später stellte sich heraus, dass noch ein vierter Mann verletzt wurde.

Zwei der Verletzten hatten Schusswunden, ein weiterer Mann wurde durch einen Schlagstock verletzt. Zur Art der Verletzungen des vierten Mannes machten die Behörden keine Angaben. Dessen Verletzungen seien nur "leicht".

Notrufe leiten Polizeigroßeinsatz ein

Die Polizei war nach eigenen Angaben am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr durch Notrufe mehrerer Zeugen alarmiert worden, die auch von Schussgeräuschen berichtet hatten. Nachdem sie dann am Tatort mehrere Verletzte gefunden hatte, leitete die Polizei eine Großfahndung ein. Dabei kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz.

Bei zwei Fahrzeugkontrollen nahmen die Fahnder dann den Angaben zufolge drei Männer fest. Später wurden zwei weitere Männer und eine Frau festgenommen. Im Zuge der Fahndung wurden Wohnungen in Griesheim und Kranichstein durchsucht. Die bei der Tat verwendete Schusswaffe konnte jedoch zunächst nicht gefunden werden, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.

(bl/afp)

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