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Schulabschluss ist "Pflichtübung"

13.2.2020 22:20 Uhr

Das Erreichen eines Schulabschlusses ist in Deutschland Standardprogramm und zu einer Pflichtübung geworden. 96 Prozent der Bevölkerung erreichen einen Schulabschluss. Die AfD.Fraktion hatte ein Auskunftsersuchen an das Bundesbildungsministerium gestelt, welche ausführlich beantwortet wurde. Am Ende standen nur vier Prozent der Gesamtbevölkerung ohne Schulabschluss zu Buche.

Weniger Menschen in Deutschland sind ohne Schulabschluss als noch 2010. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag 2018 bei 4,0 Prozent - nach 4,1 Prozent im Jahr 2010. Damit hatten 2018 insgesamt 2,837 Millionen Menschen keinen allgemeinen Schulabschluss oder höchstens sieben Jahre die Schule besucht.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Dabei gibt es zwischen den Bundesländern erhebliche Unterschiede. Die anteilig meisten Menschen ohne Schulabschluss lebten in Bremen (7,2 Prozent), die wenigsten in Thüringen (1,4 Prozent). Bei Ausländern ist die Quote mit 17,8 Prozent ebenfalls höher - und zwar insbesondere bei Nicht-EU-Ausländern (26,5 Prozent). Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren hat das Ministerium bei dieser Zählung ausgeklammert, weil diese in der Regel ohnehin noch keinen Schulabschluss vorweisen können.

Vorzeitige Auflösung des Ausbildungsvertrags

Aus der Auskunft geht auch hervor, dass zuletzt rund jeder vierte Ausbildungsvertrag in Deutschland vorzeitig gelöst wurde. Bei Nicht-EU-Ausländern wurde 2018 sogar mehr als jeder dritte Vertrag vorzeitig gelöst. Bei wichtigen Herkunftsländern von Asylbewerbern liegt die Quote mit rund 40 Prozent noch einmal höher. Eine Auflösung des Vertrags muss allerdings keinen Abbruch der Ausbildung bedeuten: Das beim Bundesforschungsministerium angegliederte Bundesinstitut für Berufsbildung weist auf seiner Homepage darauf hin, dass auch Betriebs- oder Berufswechsel als Vertragslösungen zählen.

(ce/dpa)

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