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Schönheits-Ops sind in Corona-Zeiten im Trend

8.2.2021 10:10 Uhr

Die Einstellung zur ästhetisch-plastischen Chirurgie befindet sich im Wandel. In der Corona-Krise liegen Schönheits-OPs geradezu im Trend. Die Pandemie gilt als Gelegenheit, bei sich "etwas machen zu lassen", wie es gern diskret formuliert wird.

Die Lockdowns sorgen etwa für den Wunsch nach strafferen Augenpartien. In Maskenzeiten schauen sich Menschen mehr in die Augen. Video-Konferenzen führen außerdem dazu, dass sich viele länger selbst betrachten und mehr angesehen werden. Auch Lippenkorrekturen mit Fillern sind nach Angaben von Experten häufiger gefragt. Die OPs am Mund lassen sich anfangs gut unter der Maske verstecken.

In der Pandemie mehr Interesse an Schönheitsoperationen

Insgesamt gebe es ein neues Körperbewusstsein in der Krise, sagt der Arzt Murat Dagdelen in Düsseldorf. Das Interesse an Fettabsaugungen steige, nicht zuletzt weil einige in der Homeoffice-Zeit zugelegt haben. Manche nutzten die Corona-Krise zur Selbstoptimierung. "Die Patienten haben mehr Zeit, sich mit ihrem Äußeren zu beschäftigen."

Vorteil 2020 und 2021: In Zeiten von Kontaktbeschränkungen fallen Eingriffe mit einer Auszeit im Anschluss im Sozialleben kaum auf. Auch blaue Flecken, Schwellungen, Rötungen, wie sie nach den heutzutage meist minimalinvasiven Operationen üblich sind, lassen sich mit weniger Aufwand als in normalen Zeiten kaschieren. Studien zufolge verschweigt eine Mehrheit der Patientinnen und Patienten gegenüber Kollegen und Freunden nach wie vor eine Schönheits-OP.

Arbeiten im Homeoffice erleichtere das Auskurieren. Außerdem: Viele Patienten nutzten wohl ihre Reisekasse und leisteten sich eine Schönheits-OP statt in den Urlaub zu fahren.

(dpa)

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