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Schnee-Chaos ohne Ende: 16-Jähriger von Lawine getötet

10.1.2019 8:09 Uhr

Die dramatischen Meldungen durch das Schnee-Chaos reißen nicht ab: Nun ist ein 16-jähriger Skifahrer bei einem Lawinenabgang in Österreich ums Leben gekommen.

Der Jugendliche wurde nach Angaben der Polizei in St. Anton am Arlberg in Tirol von den Schneemassen mitgerissen und verschüttet, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Mittwoch berichtete. Für den jungen Skifahrer sei jede Hilfe zu spät gekommen, er konnte nur noch tot geborgen werden.

Der 16-Jährige war laut APA gemeinsam mit seinem Vater, seiner Mutter und seinem Bruder unterwegs, als er kurz nach 16.30 Uhr von einer Lawine im freien Gelände erfasst wurde. Die drei anderen Familienmitglieder blieben demnach unverletzt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauerten weiter an.

Frau im Auto gestorben

Traurige Nachrichten gibt es auch von der Autobahn 8: Dort ist eine 54 Jahre alte Frau während eines durch den Schnee bedingten Staus in ihrem Auto gestorben.

Die Frau habe mit ihrem Fahrzeug bei Dornstadt im Stau gestanden und sich allein im Fahrzeug befunden, teilte das Polizeipräsidium Ulm mit. Zur Todesursache machte die Polizei keine Angaben, ein Fremdverschulden sei auszuschließen.

Glück im Unglück für sechs Jugendliche

Im Salzburger Land waren am Mittwochvormittag sechs deutsche Jugendliche von einem Schneebrett getroffen worden. Die Skifahrer wurden am Wildkogel in Neukirchen am Großvenediger von den Schneemassen mitgerissen und zum Teil verschüttet, wie APA berichtete. Sie konnten jedoch rasch gerettet werden.

Nach Angaben der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" stammten die Jugendlichen aus der elften Klasse des Elisabeth-Gymnasiums in Halle. Ein Mädchen wurde demnach leicht verletzt.

Es soll bis Freitag durchschneien

Nach heftigen Schneefällen blieb die Lage in Österreich am Mittwoch angespannt. In weiten Teilen des Landes galt höchste Lawinenwarnstufe. Viele Straßen blieben gesperrt, mehrere Orte waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Daran ändert sich auch heute nichts. Im Gegenteil: Die Situation in Bayern und Österreich könnte sich nochmals verschärfen. Die Wettervorhersagen prognostizieren weiteren Neuschnee - und zwar nonstop bis Freitag.

(bl/afp)