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Schleswig-Holstein: AfD-Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein erklärt Rücktritt

1.1.2019 17:11 Uhr

Nach dem Wirbel um ihre Verbindungen zu einem rechtsextremen Verein und einem Parteiausschlussverfahren hat Doris von Sayn-Wittgenstein nun ihren Rücktritt von ihrem Landesvorsitzposten in Schleswig-Holstein erklärt.

«Mit Bedauern stelle ich fest, dass das derzeit in der Öffentlichkeit erzeugte Bild von meiner Person meinen Verbleib im Amt der Landesvorsitzenden der AfD Schleswig-Holstein in der Alternative für Deutschland unmöglich macht, ohne dass Amt und Partei Schaden nehmen», heißt es in einer persönlichen Erklärung der Politikerin vom Dienstag. Sie habe deswegen bereits am 19. Dezember von diesem Amt Abstand genommen.

Ausschluss von der Ausübung aller Parteiämter

Der AfD-Bundesvorstand hatte Mitte Dezember ein Parteiausschlussverfahren gegen von Sayn-Wittgenstein beschlossen. Die Parteispitze teilte damals mit, «vor dem Hintergrund mutmaßlich strafrechtlich relevanter Vorgänge» werde sie zudem bis zur Entscheidung des zuständigen Schiedsgerichts von der Ausübung aller Parteiämter ausgeschlossen.

Keine Erklärung zu erwarten

Sayn-Wittgenstein erklärte am Dienstag: «Im Hinblick auf ein schwebendes Verfahren werde ich keine Erklärungen zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen abgeben». Die 64-Jährige hatte 2014 für einen rechtsextremistischen Verein geworben, der mittlerweile auf der sogenannten Unvereinbarkeitsliste der AfD steht. Deshalb wurde sie am 4. Dezember aus der Fraktion in Kiel ausgeschlossen. Sie gehört aber weiter dem Kieler Landtag an.

(be/dpa)