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Schlafstörungen werden zur Volkskrankheit – Was lässt sich dagegen tun?

11.1.2021 8:13 Uhr

Immer mehr Menschen leiden unter Schlafstörungen. Das hat sowohl körperliche als auch seelische Auswirkungen. Die Gesundheit ist gefährdet und die Konzentration beim Arbeiten ist weniger gegeben. In der Freizeit steht weniger Kraft für Aktivitäten zur Verfügung, sondern der fehlende Schlaf muss nachgeholt werden. Grund genug, um aktiv zu werden und gezielt gegen Schlafstörungen vorzugehen. Neben einer hochwertigen Matratze sind hierbei Entspannungsübungen und natürliche Hausmittel hilfreich. Wer ernsthafte Schlafprobleme hat, kann sich unter ärztlicher Aufsicht mit Schlafmitteln helfen. Häufig genügt jedoch schon ein Digital Detox, um die Schlafqualität zu verbessern.

Ursachen von Schlafstörungen

Schlafstörungen treten in den Industrienationen immer häufiger auf. Hierbei zeigt sich, dass die Menschen in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich viel und gut schlafen. In Deutschland gönnen sich die Menschen beispielsweise im Durchschnitt 8 Stunden und 12 Minuten Schlaf, während es in der Türkei durchschnittlich 8 Stunden und 32 Minuten sind. Spitzenreiter ist Frankreich mit 8 Stunden und 50 Minuten, während in Südkorea lediglich 7 Stunden und 49 Minuten pro Nacht geschlafen wird.

Schlafstörungen unterbrechen diesen Rhythmus und sorgen dafür, dass die Betroffenen kürzer und/oder schlechter schlafen. In einigen Fällen haben die Menschen auch täglich Schwierigkeiten dabei, überhaupt einzuschlafen. Sie wälzen sich hin und her, machen sich allerlei Gedanken und finden nicht in den Schlaf. Andere schrecken immer wieder auf oder müssen nachts mehrfach auf die Toilette gehen. Um die Schlafqualität zu verbessern und positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden zu erfahren, sollten verschiedene Strategien zur Verbesserung der Schlafqualität genutzt werden.

Auf die richtige Matratze kommt es an

Für einen gesunden Schlaf ist eine hochwertige Matratze unerlässlich. Der Körper muss in bestimmten Regionen jeweils unterschiedlich stark gestützt werden, um perfekt entspannen zu können. Deswegen sind Matratzen hilfreich, die in verschiedene Liegezonen aufgeteilt sind. Die einzelnen Zonen passen sich perfekt an die Körperpartien an und sorgen dafür, dass die Nutzer bestmöglich in einen ruhigen und erholsamen Schlaf finden.

Des Weiteren gibt es eine große Zahl an unterschiedlichen Matratzen mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen. Besonders populär sind Taschenfederkernmatratzen, die speziell bei Allergikern und Vielschwitzern gut ankommen. Wer sich näher zu dieser Matratzenart informieren möchte, findet hier Informationen. Ähnlich wichtig ist es, einen geeigneten Lattenrost und passende Bezüge zu wählen, da diese ebenfalls Einfluss auf die Schlafqualität nehmen. Zudem sollten Nutzer unbedingt auf den Härtegrad der einzelnen Matratzen achten.

Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen

Wer sich vor dem Zubettgehen entspannt, findet leichter in den Schlaf und schläft besser. Bildquelle: pixabay / Dieter Robbins

Eine der häufigsten Ursachen für Schlafstörungen ist Stress. Wer den ganzen Tag über unter Hochspannung steht und quasi nie zur Ruhe kommt, hat es abends schwerer, in den Schlaf zu finden. Das ist mit ein Grund dafür, dass Schlafstörungen hierzulande immer mehr zunehmen. Die Menschen sind sowohl beruflich als auch privat einem enormen Druck ausgesetzt und müssen mit viel Stress klarkommen.

Deswegen ist es häufig hilfreich, vor dem Zubettgehen einige Entspannungsübungen durchzuführen. Diese reichen von Atemübungen über Yoga bis hin zu Meditationen. Es ist wichtig, die einzelnen Übungen auf die persönlichen Vorlieben und den eigenen Charakter zuzuschneiden, sodass sie Spaß machen und eine wirkliche Hilfe beim Entspannen sind. Wer es schafft, eine Stunde vor dem Schlafengehen den Stress deutlich herunterzufahren und für eine ruhige und entspannte Atmosphäre zu sorgen, hat seltener mit Schlafstörungen zu kämpfen.

Natürliche Hausmittel

Es gibt viele natürliche Hausmittel, die bei Schlafstörungen helfen können. Einige schwören beispielsweise auf heiße Milch mit Honig vor dem Einschlafen, da hierdurch der Organismus entspannt und durch den köstlichen Geschmack belohnt wird. Andere sind eher von Tees überzeugt, weil diese eine entspannende Wirkung auf den Körper haben können. Wichtig ist es jedoch, geeignete Teesorten auszuwählen, da Varianten wie grüner Tee eher belebend und aufputschend als beruhigend wirken.

Für einige Menschen ist Musik eine gute Möglichkeit, um besser in den Schlaf zu finden. Sie hören beispielsweise ruhige, klassische Musik oder Naturklänge wie Walgesänge, um sich zu entspannen und leichter in den Schlaf zu finden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, vor dem Zubettgehen ein heißes Bad zu nehmen oder eine Weile zu duschen. Die angenehme Wärme und das erfrischende Wasser bringen den Körper zur Ruhe und sorgen dafür, dass er leichter und besser schläft.

Schlafmittel

In einigen Fällen ist es nicht mit Entspannungsübungen und Hausmitteln getan. Wenn Schlafstörungen richtiggehend krankhaft werden, sollten sie ärztlich untersucht werden. Die Mediziner stellen mit wenig Aufwand fest, was die Ursachen für die Schlafstörung sind und wie gezielt gegen diese vorgegangen werden kann. Es ist nämlich ein Unterschied, ob Schlafstörungen körperlich bedingt sind oder durch äußere Faktoren wie Stress ausgelöst werden.

Bei krankhaften Schlafstörungen ist es häufig hilfreich, mit Schlafmitteln zu arbeiten. Diese bringen den Betroffenen erst einmal Linderung und ermöglichen es Ihnen, ausgiebig und erholsam zu schlafen. Ausgehend von der so gewonnenen Ruhe und Frische ist es dann möglich, eigenständig gegen die Schlafstörungen vorzugehen und von den Schlafmitteln unabhängig zu werden. Wichtig ist es, Schlafmittel niemals in Eigenregie einzusetzen, sondern immer nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Digital Detox vor dem Einschlafen

Wir sind in unserer Lebenswelt von digitalen Einflüssen umgeben. Sowohl das Fernsehprogramm als auch das Smartphone und der Rechner am Arbeitsplatz wirken sich auf das Wohlbefinden und unsere Konzentration aus. Häufig ist es so, dass schnelle, bewegte Bilder zu einer inneren Unruhe und Hektik führen. Außerdem strahlen digitale Geräte wie Smartphones blaues Licht aus, das die Bildung wichtiger Schlafhormone blockiert.

Deswegen ist es bei Schlafstörungen eine gute Idee, abends ein Digital Detox durchzuführen. Das bedeutet, dass mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen auf sämtliche technischen Geräte verzichtet werden sollte. Das betrifft das Fernsehen ebenso wie die Nutzung des Smartphones oder das Surfen über einen PC. Wer es schafft, sich vor dem Zubettgehen nicht solchen Reizen auszusetzen, sondern ruhige Abendrituale zu etablieren, wird mit Schlafstörungen weniger zu tun haben oder diese besser bekämpfen können.

Zusammenfassung

Es gibt eine Vielzahl von Ursachen, die zu Schlafstörungen führen können. Das ist der Grund dafür, dass immer mehr Menschen hiervon betroffen sind und sich Schlafstörungen nach und nach zu einer richtig gehenden Volkskrankheit entwickeln. Deswegen ist es für alle Betroffenen wichtig, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um gegen Schlafstörungen vorzugehen. Während einigen bereits Hausmittel oder ein Digital Detox genügen, sind andere auf ärztliche Hilfe angewiesen. Wichtig ist es, Schlafstörungen nicht vor sich herzuschieben, sondern schnellstmöglich anzugehen, damit negative Auswirkungen auf die Gesundheit verhindert werden.

(Hürriyet.de)

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