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Schlacht um Tripolis steht kurz bevor

7.4.2019 17:05 Uhr

In Libyen starten die Anhänger der international anerkannten Regierung eine Gegenoffensive gegen die Truppen des einflussreichen Generals Chalifa Haftar. Die Operation "Vulkan des Zorns" habe das Ziel, alle libyschen Städte von illegalen Kräften zu "säubern", erklärte der Militärsprecher der Regierungsanhänger, Mohammed Kanunu, am Sonntag in Tripolis.

Die Streitkräfte würden mit "eiserner Faust" gegen jeden vorgehen, der denke, die Einheit und Sicherheit Libyens anzugreifen.

Haftars Truppen wiederum teilten mit, sie hätten in Vororten von Tripolis Luftangriffe gegen "bewaffnete Milizen" geflogen. Damit hätte das Leben von Zivilisten beschützt werden sollen, erklärte die Medienabteilung der Anhänger des Generals.

Haftar will das gespaltene Land einen

Haftars Truppen versuchen seit Donnerstag, auf die Hauptstadt Tripolis vorzurücken, wo die international anerkannten Regierung von Fajis al-Sarradsch ihren Sitz hat. Der General will Tripolis einnehmen und das gespaltene Land unter seine Führung bringen.

Die Sarradsch-Regierung konkurriert bereits seit langem mit einer rivalisierenden Regierung im Osten Libyens, die mit Haftar verbunden ist. Die G7-Staaten hatten am Samstag insbesondere Haftar aufgerufen, die Eskalation zu beenden. Auch Russland forderte einen Dialog.

(an/dpa)