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Schiffsunglück vor libyscher Küste - Mindestens drei Tote

19.1.2019 15:01 Uhr

Bei einem Schiffsunglück vor der libyscher Küste sind mindestens drei Menschen gestorben, weitere 15 werden noch vermisst. Drei der Flüchtlinge konnten noch von der italienischen Marine gerettet werden.

Bei einem Bootsunglück vor der libyschen Küste sind mindestens drei Flüchtlinge ums Leben gekommen. Rund 15 weitere Menschen würden vermisst, teilte die italienische Marine am Samstag mit. Drei Menschen konnten nach Angaben des Admirals Fabio Agostini per Hubschrauber gerettet werden. Sie wurden mit Unterkühlung in ein Krankenhaus auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa gebracht.

Die Flüchtlinge befanden sich auf einem Schlauchboot, das am Freitag vor der libyschen Küste in Seenot geraten war, wie Agostini in einem im Onlinedienst Twitter verbreiteten Fernsehinterview sagte. Ein italienisches Militärflugzeug hatte demnach das Boot mit rund 20 Menschen an Bord gesichtet. Der herbeigerufene Helikopter rettet drei Flüchtlinge aus dem Wasser und von abgeworfenen Rettungsinseln. Im Wasser trieben demnach drei Leichen.

Keine Spur mehr vom Boot

Der Rettungseinsatz wurde den Angaben zufolge mit den Behörden in Tripolis abgestimmt, die ein libysches Handelsschiff zum Unglücksort schickten. Die Besatzung habe aber "keine Spur" mehr von dem Schlauchboot gefunden, erklärte die italienische Küstenwache.

An Stränden nahe der libyschen Hafenstadt Sirte wurden zwischen dem 2. und 15. Januar unterdessen 16 Leichen gefunden, wie ein Sprecher der Hilfsorganisation Roter Halbmond am Samstag sagte. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) vom Freitag sind in diesem Jahr schon mindestens 83 Menschen bei dem Versuch ums Leben gekommen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

(sis/afp)