epa/Tasnim News Agency

Schiffe sollten im Persischen Golf aufpassen

21.7.2019 8:39 Uhr

Der norwegische Reedereiverband rät seinen Mitgliedern zur Vorsicht. Grund sind die erneuten Zwischenfällen mit zwei Tanken in der Straße von Hormus. Man empfehle norwegischen Schiffen wegen der bedrohlichen Lage in der Region, den größtmöglichen Abstand zu iranischen Gewässern zu halten, sagte der Sicherheitsdirektor des Verbandes, John Hammersmark, am Samstag dem norwegischen Rundfunksender NRK.

Nach Angaben des Verbandes befinden sich derzeit 38 Schiffe norwegischer Eigentümer im Persischen Golf, acht davon fahren unter der Flagge des skandinavischen Landes.

Missachtung des Seerechts?

Der Iran hatte den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker "Stena Impero" des schwedischen Schifffahrtsunternehmens Stena Bulk am Freitag in der Straße von Hormus gestoppt und unter dem Vorwurf, Vorschriften des Seerechts zu missachten, in einen Hafen eskortiert. Kurz darauf wurde auch der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker "Mesdar" der britischen Norbulk Shipping UK in Richtung Iran abgedrängt. Er konnte seine Fahrt aber später fortsetzen.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Seestraßen der Welt. Sie hat enorme Bedeutung für den internationalen Öltransport - und damit besonders auch für die Ölnation Norwegen. Mitte Juni war dort ein zu einer norwegischen Reederei gehörender Tanker mutmaßlich angegriffen worden. Die "Front Altair" geriet nach Explosionen in Brand. Die USA und Großbritannien waren zu dem Schluss gekommen, dass der Iran hinter den Vorfällen steckte. Der Iran wies das zurück.

(an/dpa)

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