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Schicksalsspiel für Tuchel bei Borussia Dortmund

18.2.2020 12:12 Uhr

Jadon Sancho und Erling Haaland gegen Neymar und Kylian Mbappé: Das Achtelfinale in der Champions League zwischen Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain heute Abend könnte zu einem Offensivspektakel werden. Doch nicht die namhaften Angreifer beider Teams beherrschen vor dem Hinspiel die Schlagzeilen.

Im Mittelpunkt steht auch PSG-Trainer Thomas Tuchel. Erstmals seit der Trennung 2017 kehrt der 46-Jährige an seine alte Wirkungsstätte zurück. Wir erklären kurz die wichtigsten Punkte zum Spiel:

Paris auf dem Papier klarer Favorit

Paris ist seit 23 Pflichtspielen ungeschlagen und schloss die Gruppenphase der Champions League mit 16 Zählern als Tabellenführer ab - beachtliche fünf Punkte vor Real Madrid. "Das sagt alles", kommentierte BVB-Trainer Lucien Favre die famose Bilanz des Gegners.

Dagegen benötigte der BVB (10 Punkte) am Ende Schützenhilfe, um sich hinter Barcelona (14), aber vor Inter Mailand (7) für das Achtelfinale zu qualifizieren.

Kein Brandt-Comeback

Der Wunsch beim BVB auf ein schnelles Comeback von Julian Brandt ging nicht in Erfüllung. Der Bänderanriss im Sprunggelenk lässt weiter keinen Einsatz des Nationalspielers zu. "Er wird nicht da sein", sagte Trainer Lucien Favre. Darüber hinaus fehlen die Langzeitverletzten Thomas Delaney und Marco Reus. Die zuletzt angeschlagenen Emre Can und Axel Witsel nahmen jedoch am gestrigen Montag am Abschlusstraining teil.

Beim Gegner erwiesen sich die Sorgen um einen Ausfall von Neymar (Rippenprellung) als unbegründet. "Es ändert für uns alles, wenn wir ihn auf dem Spielfeld haben. Wir haben keinen anderen Spieler mit den gleichen Qualitäten", sagte PSG-Coach Thomas Tuchel am Vorabend der Partie.

Tuchel unter Druck

Über die Trennung von Tuchel im Jahr 2017 wird in Dortmund auch heute noch ungern gesprochen. Dafür war das Verhältnis zwischen der Vereinsführung und dem Coach zu zerrüttet. Die erste Rückkehr an die alte Wirkungsstätte ist für Tuchel auch aus einem anderen Grund brisant. Scheitert sein neues Team im vierten Versuch nacheinander bereits im Achtelfinale, könnte seine Zeit auch in Paris abgelaufen sein.

Dennoch wirkte der Coach vor der Partie erstaunlich locker: "Wenn ich nicht das Privileg hätte, am Seitenrand zu stehen, würde ich mir das Spiel anschauen. Es war ein Traum, hier Trainer zu sein."

Das sagen die Trainer

Lucien Favre (BVB-Trainer): "Paris ist eine Mannschaft, die einige Dinge sehr gut beherrscht. Ich könnte nicht nur über Neymar, sondern über auch über viele andere Spieler wie di Maria oder Mbappé reden. Der Schlüssel ist, wie wir verteidigen. Wenn es viele Tore gibt, sind die Leute zufrieden, aber nicht unbedingt die Trainer. Manchmal bin ich nicht dagegen, 1:0 zu gewinnen."

Thomas Tuchel (Trainer Paris Saint-Germain): "Wir haben jedes Recht, selbstbewusst zu sein. Wir haben sehr gute Ergebnisse in verschiedenen Wettbewerben erzielt. Es ist ein Spiel auf sehr hohem Niveau in einem sehr emotionalen Stadion. Deshalb müssen wir ruhig bleiben und sehr intelligent spielen."

(bl/dpa)

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