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Schauspieler Javier Bardem wünscht sich mehr Rollen in seiner Heimat

3.4.2019 13:12 Uhr

Derzeit dreht Javier Bardem unter dem Regisseur Denis Villeneuve die Romanadaption "Dune". Immer wieder sieht man den Schauspieler in Hollywood-Filmen, manchmal sogar an der Seite seiner Frau Penelope Cruz, wie beispielsweise bei "Vicky Cristina Barcelona" von Woody Allen. Trotzdem bedauert der spanische Filmstar, dass er in seiner Heimat kaum für Filme gebucht wird.

"Ich arbeite weniger in Spanien, als mir lieb ist", sagte Bardem der Nachrichtenagentur AFP am Rande des spanischen Filmfestivals von Nantes.

"Ich bekomme keine Projekte, weil die Leute immer denken, dass ich im Ausland lebe oder gigantische Gagen erhalte, was nicht der Realität entspricht", sagte der Schauspieler, der Anfang März seinen 50. Geburtstag feierte. Bardem lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Penelope Cruz, und zwei gemeinsamen Kindern bei Madrid.

Der Oscarpreisträger passe sich an

Bei teuren Großprojekten versuche er natürlich, eine angemessene Bezahlung auszuhandeln, sagte Bardem. Bei kleineren Filmen "gibt es eine andere Formel". "Ich passe mich an."

Bekannt ist der Schauspieler, der seine Karriere in den 90er Jahren startete, unter anderem aus Hollywood-Blockbustern wie "Fluch der Karibik: Salazars Rache" oder "No country for old men", für den er 2008 als bester Nebendarsteller den Oscar erhielt.

Regie ist nichts für Bardem

Ins Regiefach will Bardem nach eigenen Worten nicht wechseln. "Schauspielen ist ein Vertrauensbeweis und eine enorme Großzügigkeit", sagte der Schauspieler. "Man bietet seine Arbeit an, damit anschließend ein anderer sich ihrer bemächtigt und sie verändert, und das nicht immer zum Besten."

Er könne es daher verstehen, wenn Schauspieler irgendwann die Seiten wechselten, um ihre Vorstellungen von einem Stoff in Szene zu setzen. Aber Regie sei "äußerst schwierig". Er fühle sich dazu "nicht in der Lage" und sehe dafür auch "keine Notwendigkeit".

(sis/afp)