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Schüsse auf Teenager - Polizei richtet Sonderstab ein

11.11.2019 15:53 Uhr

Die Polizei in Schweden richtet nach zahlreichen schwerwiegenden Gewalttaten in der Grenzstadt Malmö auf nationaler Ebene einen Sonderstab ein. Die Polizei in der Region Skåne werde größere Befugnisse bekommen und von anderen Dienststellen des Landes unterstützt, hieß es am Montag bei einer Pressekonferenz. Außerdem soll ein Team aus Experten und Beratern den Kollegen in Malmö helfen, kriminelle Netzwerke zu bekämpfen.

In der südschwedischen Stadt an der Grenze zu Dänemark hat es in den vergangenen zwei Jahren häufig Vorfälle mit Schüssen und Explosionen gegeben. Viele haben ihren Hintergrund im kriminellen Bandenmilieu. «Wir werden unseren Einsatz vermehren und verstärken», sagte Stefan Sintéus von der Polizei. «Unter anderem gegen den lokalen Drogenhandel, der zum großen Teil hinter der Spirale der Gewalt steckt.»

Konflikt um Drogen?

Am Samstag war vor einer Pizzeria in Malmö auf zwei Teenager geschossen worden. Ein 15-Jähriger starb, das zweite Opfer erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Auch hier vermutet die Polizei, dass ein Konflikt um Drogen dahinterstecken könnte. Wenige Minuten zuvor waren die Beamten zu einer Explosion im Zentrum der Stadt gerufen geworden. Dabei könne es sich um ein Ablenkungsmanöver gehandelt haben, sagte Sintéus.

(gi/dpa)

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