dpa

Schülerin seit 2016 verschwunden - Mordprozess unterbrochen

31.7.2019 20:04 Uhr

Unter großem öffentlichen Interesse hat am Landgericht in Berlin am Mittwoch der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der Schülerin Georgine Krüger begonnen und wurde letzten Endes unterbrochen. Das Mädchen aus Berlin wird seit knapp 13 Jahren vermisst. Die Leiche von Georgine wurde nie gefunden.

Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass der 44-Jährige die Schülerin im September 2006 auf dem Heimweg von der Schule abpasste und in einen Keller seiner Wohnung in Berlin-Moabit lockte. Dort soll er die damals 14-Jährige bewusstlos geschlagen, vergewaltigt und erwürgt haben.

Einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland

Das rätselhafte Verschwinden von Georgine war über Jahre einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland. Erst 2017 kamen Kriminalisten durch verdeckte Ermittlungen und Funkzellenauswertungen auf den Verdächtigen.

Der Familienvater aus der Nachbarschaft war bereits 2013 wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der deutsche Angeklagte mit türkischen Wurzeln, der in derselben Straße wie das Opfer wohnte, sitzt seit Dezember 2018 in Untersuchungshaft.

Die Mutter des Mädchens ist in dem Prozess Nebenklägerin. Sie hoffe auf Klarheit, hatte sie vorab über ihren Anwalt Roland Weber der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt. "Insgesamt ist das Ganze für mich sehr belastend", ließ sie übermitteln. Zum Prozessauftakt war die Mutter nicht im Gerichtssaal.

Mordprozess unterbrochen

Kurz nach dem Auftakt ist am Mittwoch der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der Berliner Schülerin Georgine Krüger am Landgericht der Hauptstadt unterbrochen worden. Die Verteidigung hat die Besetzung des Gerichts gerügt. Das Mädchen aus Berlin wird seit knapp 13 Jahren vermisst. Die Leiche von Georgine wurde nie gefunden. Der Prozess soll nun am 7. August fortgesetzt werden.

(gi/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.