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Schüler in Kayseri von Straßenhunden getötet

4.1.2019 16:34 Uhr, von Chris Ehrhardt

Straßenhunde haben am 04. Januar in der zentralanatolischen Provinz Kayseri zwei Schüler angegriffen, die auf dem Heimweg von der Schule waren. Ein Schüler wurde dabei getötet, der andere Schüler kam verletzt ins Krankenhaus.

Murat Özer und Hacı Ali Tuğrul befanden sich auf dem Heimweg nach der Schule. Im Landkreis Hacılar wurden beide Jungen plötzlich von einer Gruppe Straßenhunde attackiert, wie Bewohner des Ortes mitteilten. Trotz sofortigem Einsatz der Rettungskräfte verstarb Özer noch am Ort des Hundeangriffs. Tuğrul musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

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Umgang mit Straßenhunden nicht immer unproblematisch

Straßenhunde werden in der Türkei häufig umsorgt und von privaten Initiativen gefüttert. Doch grundsätzlich sind im Umgang mit Straßenhunden einige Dinge zu beachten. Da diese Tiere häufig seit ihrer Geburt auf der Straße leben, sind sie den Umgang mit dem Menschen nicht mehr unbedingt gewohnt. In der Interaktion mit Menschen fehlt es den Tieren oft an Erfahrungswerten, die ihnen helfen, menschliche Gesten oder Mimik als harmlos zu erkennen. Daraus entsteht recht schnell eine Bedrohungssituation für das Tier oder die ganze Gruppe von Tieren, die sich zusammengefunden hat. In solchen Situationen neigen die Tiere dazu, Menschen – auch Kinder – zu attackieren.

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