dpa

Schalke holt Remis in Nürnberg

12.4.2019 22:49 Uhr

Die Zuschauer in Nürnberg sahen zwischen dem 1. FC Nürnberg und den Gästen vom FC Schalke 04 Abstiegskampf pur. Dabei sah es kurz so aus, als würde der Club sich drei Punkte im Abstiegs-Fight sichern können - doch Matija Nastasic war der Spielverderber und glich die Nürberger Führung durch Yuya Kubo aus. Vorher hatte der Club schon einen Elfer nicht verwandeln können. Durch das Remis wird es im Abstiegskampf immer enger für die Franken.

Schalkes Torhüter Alexander Nübel hielt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Foulelfmeter von Hanno Behrens, dessen Tor in der 43. Minute Schiedsrichter Robert Kampka die Anerkennung versagte. Die Nürnberger verpassten es, den Abstand auf Relegationsplatz 16 vorübergehend auf einen Zähler zu verkürzen, die Schalker bauten ihren Vorsprung auf sechs Punkte aus.

Eher verhaltener Beginn im Abstiegskrimi

Dem Geschehen vor dem Anpfiff mit einem Trikottausch der einstigen Profis Marek Mintal und Gerald Asamoah folgte fast eine Halbzeit lang eine unspektakuläre Partie. Die durch eine Freundschaft verbundenen 50.000 Fans beider Vereine sahen, warum ihre Mannschaften um den Verbleib in der Eliteklasse bangen. Im Spielaufbau gab es auf beiden Seiten viele Fehler, immerhin waren die Franken etwas mutiger und erspielten sich Feldvorteile, ohne zu Zählbarem zu kommen.

Trainer Boris Schommers vertraute nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen der Elf vom 1:1 in Stuttgart, Huub Stevens nahm nach Schalkes unglücklichem 1:2 gegen Eintracht Frankfurt drei Änderungen vor. Salif Sané kam für Jeffrey Bruma, Amine Harit für Suat Serdar und Steven Skrzybski für Breel Embolo.

Zur Pause durfte Schalkes Trainer-Altmeister hochzufrieden mit dem 0:0 sein. Sein Team brachte bis auf zwei Versuche des Ex-Nürnbergers Guido Burgstaller offensiv nichts zustande, die Gastgeber jubelten dagegen, als Behrens den Ball zur vermeintlichen Führung über die Linie drückte. Doch der Treffer zählte nicht: Behrens hatte zuvor den Ball mit einem langen Bein vor dem fangbereiten Torhüter Nübel weggespitzelt, Schiedsrichter Kampka wertete dies als gefährliches Spiel - eine höchst umstrittene Entscheidung und diesmal Glück für die Schalker, die zuletzt durch einen Handelfmeter in der neunten Minute der Nachspielzeit gegen Frankfurt verloren hatten.

Nübel parierte bärenstark

Wenig später pfiff Kampka Elfmeter für Nürnberg, als Nübel Matheus Pereira zu Fall brachte. Doch der Keeper war beim Schuss von Behrens in der richtigen Ecke und hielt. Der "Club"-Kapitän vergab damit bereits zum zweiten Mal in dieser Saison einen Strafstoß.

Stevens brachte zur zweiten Halbzeit im Angriff Embolo, seine Schützlinge begannen mutiger und schafften es, das Geschehen mehr in die Nürnberger Hälfte zu verlagern. Zwingende Abschlussaktionen gab es aber weiterhin nicht, die größte Chance nach Wiederbeginn hatten nach einem Konter die Nürnberger: Der starke Nübel rettete erst gegen Mikael Ishak, dann bremste er den zweiten Versuch von Sebastian Kerk, Omar Mascarell schlug den Richtung Tor trudelnden Ball kurz vor der Linie weg (64.). Während Embolo den Ball freistehend nicht richtig traf (75.), prüfte Pereira im Gegenzug erneut Nübel.

Der in der 50. Minute eingewechselte Kubo traf schließlich per Kopf zur verdienten Führung, doch Schalke antwortete noch: Nach einem abgewehrten Eckball nahm Mascarell den Abpraller volley, und Nastasic fälschte den eigentlich unplatzierten Ball ins Netz ab.

(ce/dpa)

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