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Schafft Merkel es nach Japan?

26.6.2019 15:37 Uhr

Steigt Angela Merkel mit einem unruhigen Gefühl in den Regierungs-Airbus A340, der sie am Donnerstag in gut elf Stunden Flugzeit zum G20-Gipfel bringen soll? Kommt sie diesmal planmäßig und ohne Verzögerung zu den Gesprächen mit den anderen Staats- und Regierungschefs der mächtigsten Industrienationen der Welt? Vor fast genau sieben Monaten hatte das nicht geklappt.

Zur Erinnerung: Damals musste Merkel gemeinsam mit Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz auf dem Weg zum jüngsten G20-Gipfel im argentinischen Buenos Aires nach gut einer Stunde Flugzeit umdrehen. Der Grund waren mehrere gravierende Defekte des Airbus mit dem Namen "Konrad Adenauer". Unter anderem war der Funkverkehr ausgefallen, auch mit der Stromversorgung gab es erhebliche Probleme. Der Flugkapitän landete die Kanzlerin-Maschine damals in Köln, Merkel musste mit einem Linienflug über Madrid nach Buenos Aires fliegen - sie verpasste wichtige Teile des ersten Gipfeltages.

Ersatzmaschine steht bereit

Der Pannen-Airbus wurde danach in einer mehrmonatigen Wartungsphase überholt, auch bei der Schwestermaschine "Theodor Heuss" wurden jene Teile ausgetauscht, die bei "Konrad Adenauer" kaputt gegangen waren. Aber auch bei anderen von der Flugbereitschaft der Bundeswehr eingesetzten Regierungsmaschinen kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu mehr oder weniger schweren technischen Pannen.

Um eine erneute Verspätung zu vermeiden, dürfte auch bei der Japan-Reise auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin Tegel wie immer eine Ersatzmaschine hinter dem großen Langstrecken-Airbus Merkels stehen. Im Flieger-Jargon wird die Ersatzmaschine «Hot Spare» genannt (engl.: Ersatzteil). Sollte die eigentlich für den Flug vorgesehene Maschine wegen eines Schadens kurzfristig nicht starten können, müssten Merkel und ihre Delegation in dieses Ersatzflugzeug umsteigen. Auch die Crew würde einfach in die andere Maschine steigen, Gepäck und Verpflegung müssten ebenfalls umgeladen werden.

(an/dpa)

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