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Saudi-Arabien: Anti-Korruptionsbehörde stellt Arbeit ein

31.1.2019 20:17 Uhr

Die saudi-arabische Anti-Korruptionskommission unter Leitung von Kronprinz Mohammed bin Salman hat ihre Arbeit offiziell eingestellt. 64 Menschen seien weiter in Haft, teilte das Königreich am Mittwochabend mit. König Salman habe die Ergebnisse der Kommission, die umgerechnet 93 Milliarden Euro in die Staatskasse gespült hätten, zur Kenntnis genommen. Insgesamt hätten 381 Menschen als Zeugen ausgesagt und seien wieder freigelassen worden.

Mit 87 Verdächtigen sei jeweils eine Einigung erzielt worden, um 56 weitere kümmere sich die Staatsanwaltschaft wegen anderer bereits bestehender Anklagen, hieß es in der Erklärung. Acht weitere Verdächtige, die eine Einigung verweigert hätten, seien ebenfalls angeklagt.

Macht durch Festnahmen?

Das ultrakonservative Königreich hatte Ende 2017 in einer beispiellosen Festnahmewelle dutzende Schwerreiche, darunter Prinzen, Geschäftsleute und Minister, über Wochen in einem Luxushotel festgesetzt. Viele von ihnen schlossen im Gegenzug für ihre Freilassung finanzielle Vereinbarungen mit der Staatsanwaltschaft. Kritiker werfen dem Kronprinzen vor, er habe mit der Festnahmewelle seinen Machtanspruch festigen wollen.

(an/afp)

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