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Santiago Abascal: "Das ist erst der Anfang"

29.4.2019 0:46 Uhr

Bei den Parlamentswahlen in Spanien ist erstmals wieder eine rechtspopulistische Partei eingezogen - das erste Mal seit 40 Jahren. Für den Chef der Partei ist dies erst der Anfang. Am Sonntagabend rief Santiago Abascal seine Anhänger dazu auf, die Einheit Spaniens zu wahren.

Vor einer jubelnden Menschenmenge in Madrid kritisierte der 43-Jährige am Sonntagabend erneut die Unabhängigkeitsbestrebungen der Krisenregion Katalonien. "Jetzt haben wir eine Stimme im Parlament!", rief er den Menschen zu, die die spanische Flagge schwenkten. "Wir sind hier, um zu bleiben. Das ist erst der Anfang!", betonte der Politiker."Wir haben jetzt 24 Abgeordnete, die den Stolz der Spanier vertreten werden", sagte Abascal. Die Partei werde sich nicht nur für die Einheit der Nation einsetzen, sondern auch die Grenzen gegen illegale Migration verteidigen.

Anhänger der Franco-Diktatur in den Reihen

Die erst 2013 gegründete Partei, die von manchen Medien in Spanien als rechtsextrem eingestuft wird, setzt sich unter anderem für spanisches Kulturgut wie den Stierkampf ein. In ihren Reihen finden sich auch viele Ex-Militärs, die als Anhänger der Franco-Diktatur gelten. Es ist das erste Mal seit fast vier Jahrzehnten, dass in Madrid eine rechtspopulistische Partei in den Congreso de los Diputados einzieht.

(be/dpa)