Symbolbild: epa/Rungroj Yongrit

Sanktionen gegen Militärs in Myanmar verhängt

17.7.2019 15:40 Uhr

Wegen der gewaltsamen Unterdrückung der muslimischen Minderheiten der Rohingya in Myanmar haben die USA Sanktionen gegen hochrangige Militärs in dem südostasiatischen Land verhängt. Die Maßnahmen richten sich gegen Militärchef Min Aung Hlaing, seinen Stellvertreter, zwei Kommandeure sowie deren Familien.

US-Außenminister Mike Pompeo erklärte am Dienstag, die Betroffenen seien verantwortlich für schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, darunter außergerichtliche Hinrichtungen im Bundesstaat Rakhine. Die Sanktionen verbieten es ihnen, in die USA zu reisen.

Mehrheit in Myanmar ist buddhistisch

Aus Myanmar (ehemals Birma), wo die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens ist, sind seit August 2017 mehr als 730 000 Muslime ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Das Militär und die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi stehen wegen der Verfolgung von Rohingya international schwer in der Kritik. Die UN spricht von Völkermord, die US-Regierung von ethnischer Säuberung.

Pompeo erklärte, die USA seien besorgt darüber, dass die Regierung in Myanmar keine Maßnahmen ergriffen habe, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Es gebe weiterhin Berichte, dass das Militär im ganzen Land Menschenrechtsverletzungen begehe.

(an/dpa)

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