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Süper Lig fährt 730 Millionen Euro Umsatz

30.5.2019 19:02 Uhr, von Chris Ehrhardt

Die Süper Lig in der Türkei konnte in der Saison 2017/18 einen Umsatz von 731 Millionen Euro generieren. Damit steig der Umsatz im Vergleich zur Saison 2016/17 mit 700 Millionen Euro an Umsatz um knapp 30 Million, wie das Wirtschaftsprüferunternehmen Deloitte veröffentlichte. Auf dem ersten Rang der Einnahmen liegt die englische Premier League vor der Bundesliga aus Deutschland auf dem zweiten Platz.

Achtzehn Mannschaften treten in der türkischen Süper Lig an und kämpfen um Meisterehren. In diesem Jahr gewann – wie bereits im Vorjahr - Galatasaray Istanbul den Titel. Der Deloitte-Bericht zeigte, dass 376 Millionen Euro der Gesamteinnahmen aus den Übertragungsrechten mit dem Sender beIN Sports flossen. "In der Saison 2017/18 wurde für die türkische Süper Lig ein neuer Vertrag über Inlandsübertragungsrechte geschlossen, der in den nächsten fünf Jahren einen Anstieg von 250 Millionen Euro pro Saison zur Folge hat", heißt es in dem Bericht.

Süper Lig mit Chancen auf den sechsten Platz in Europa

"Die vollen Auswirkungen dieses Anstiegs werden zum ersten Mal in der nächsten Ausgabe dieses Berichts zu sehen sein. Wir gehen davon aus, dass dies dazu führen wird, dass die Liga ihre Position als sechsthöchste umsatzgenerierende Liga in Europa zurückerobert." Die Aufschlüsselung der Einnahmen zeigt, dass in der Saison 2017/18 die zweitgrößte Einnahmequelle Sponsoring- und kommerzielle Einnahmen mit 242 Millionen Euro waren. Die Einnahmen am Spieltag beliefen sich auf 74 Millionen Euro und weitere 39 Millionen Euro stammten aus anderen kommerziellen Quellen.

Dem Bericht zufolge belief sich der durchschnittliche Umsatz pro türkischem Verein in der Saison 2017/18 auf 41 Millionen Euro, während das Verhältnis von Löhnen und Einnahmen 76 Prozent betrug. Die Saison 2019/20 der Super League beginnt am 16. August.

Süper Lig im Europa-Vergleich

Die "Big Five" der europäischen Ligen verzeichneten in der Saison 2017/18 Rekordumsätze aufgrund neuer TV-Verträge in Deutschland und wachsender UEFA-Zahlungen an englische Vereine. Der kombinierte Umsatz der fünf Hauptligen - England, Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich - betrug 15,6 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 6 Prozent gegenüber der vorherigen Saison entspricht.

Der Jahresbericht von Deloitte besagt, dass der europäische Fußballmarkt jetzt einen Rekordwert von 28,4 Milliarden Euro generiert, was auch auf die letztjährige Fußball-Weltmeisterschaft in Russland zurückzuführen ist. Die Premier League behält den Spitzenplatz mit einem Anstieg der Klubeinnahmen auf 5,44 Millionen Euro, was hauptsächlich auf die gestiegenen UEFA-Verteilungen zurückzuführen ist, da fünf Teams von der Insel in der Champions-League-Saison 2017/18 zum ersten Mal gegeneinander antraten.

Deutschland zieht an Spanien vorbei

Der Umsatzanstieg spiegelte sich auch in den rekordverdächtigen Transfermarktaktivitäten der Premier-League-Klubs wider, da die Lohn-Ertrags-Relation 2017/18 auf 59 Prozent anstieg. Die deutsche Bundesliga wurde durch neue TV-Regelungen verstärkt, die sie an Spaniens La Liga auf den zweiten Platz der einnahmestärksten Länder vorbeiziehen ließ. Die Bundesliga erzielte einen Umsatz von 3,17 Milliarden Euro, während der Umsatz der La Liga-Clubs in der Saison 2017/18 bei 3,07 Milliarden Euro lag. Italiens Serie A erzielte 2,2 Milliarden Euro und Frankreichs Ligue 1 erzielte 1,69 Milliarden Euro Umsatz.

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