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Südosttürkei: Ankara beginnt Militäreinsatz gegen Kurdenmilizen

8.11.2019 15:43 Uhr

Die türkische Regierung hat am Freitag einen Militäreinsatz gegen kurdische Aufständische im Südosten des Landes begonnen. Mit dem Einsatz in den mehrheitlich kurdischen Städten Diyarbakir, Mus und Bingol sollen nach Angaben des Innenministeriums in Ankara Mitglieder einer «separatistischen Terrorgruppe» neutralisiert werden. Damit bezieht sich die Regierung auf Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Die PKK kämpft in der Türkei seit Jahrzehnten mit Waffengewalt für einen kurdischen Staat oder ein Autonomiegebiet im Südosten des Landes. Sie gilt in der Türkei, der EU und in den USA als Terrororganisation.

3000 Soldaten entsandt

Knapp 3000 Angehörige der Streitkräfte seien am Freitag in das Gebiet gesandt worden, teilte das Innenministerium mit. Damit solle verhindert werden, dass die kurdischen Kämpfer dort ihre Winterlager einrichten können.

Die PKK sucht sich ihre Zufluchtsorte häufig in Bergregionen, besonders während der Wintermonate. Ihr Hauptquartier hat die verbotene Arbeiterpartei in den nordirakischen Kandil-Bergen.

(be/dpa)

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