epa/Aaron Ufumfeli

Südliches Afrika steht vor einer Hungerkatastrophe

16.1.2020 20:27 Uhr

Die Versorgungslage im südlichen Afrika spitzt sich zu. Eine Rekordzahl von 45 Millionen Menschen sind wegen Dürren, Überflutungen und auch Misswirtschaft von akuter Hungersnot bedroht, warnte das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen in einer am Donnerstag in London und Johannesburg veröffentlichten Pressemitteilung.

Die internationale Gemeinschaft müsse jetzt dringend handeln und sowohl die Nothilfe sicherstellen als auch Geld für langfristige Investitionen bereitstellen, um sich gegen den Klimawandel zu wappnen. Bisher habe das WFP erst 205 Millionen der benötigten 489 Millionen Dollar erhalten.

Verspätete Regenzeit

"Diese Hungerkrise hat ein Ausmaß, das wir noch nie zuvor gesehen haben - und der Augenschein zeigt, dass es noch schlimmer wird", betonte die WFP-Regionaldirektorin Lola Castro und warnte: "Die jährliche Zyklon-Saison hat begonnen und wir können uns einfach keine Wiederholung der Zerstörungen leisten, die die bisher so kaum dagewesenen Stürme aus dem letzten Jahr angerichtet haben", sagte sie. Viele Menschen wüssten nicht, wo sie die nächste Mahlzeit herbekommen sollten. Die EU stellte am Donnerstag mehr als 22 Millionen Euro für den Kampf gegen den Hunger in der Region zur Verfügung.

Als besonders betroffen gelten Simbabwe, Sambia, Lesotho und Namibia, aber auch Mosambik, Malawi oder Madagaskar. Vielerorts habe die Regenzeit erst mit Verspätung eingesetzt.

(an/dpa)

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