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Südkoreas Verfassungsgericht fordert Lockerung des strikten Verbots

11.4.2019 10:17 Uhr

Das südkoreanische Verfassungsgericht hat das jahrzehntelange strikte Abtreibungsverbot des Landes für verfassungswidrig erklärt.

Das Gesetz zur Abtreibung sei mit der Verfassung nicht vereinbar, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Die Richter riefen das Parlament auf, die entsprechende Gesetzgebung bis Ende 2020 so zu ändern, dass ein Schwangerschaftsabbruch in der Frühphase ermöglicht werden kann. Auch sei es gegen die Verfassung, Ärzte zu bestrafen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen.

Das umstrittene Gesetz über das Abtreibungsverbot gilt seit 1953. Das Gericht hatte sich nach Berichten südkoreanischer Medien vor sieben Jahren noch für die Beibehaltung des Gesetzes in seiner jetzigen Form ausgesprochen.

(gi/dpa)