epa/KCNA

Südkorea soll sich aus Gesprächen mit den USA raushalten

28.6.2019 10:04 Uhr

Nordkorea hat Südkorea als Vermittler zwischen US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un abgelehnt. Mit Blick auf die Feindseligkeit zwischen Nordkorea und den USA sollte sich Südkorea in den Dialog der beiden Länder nicht einmischen, hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang am Donnerstag.

"Die südkoreanische Regierung sollte sich besser um ihre internen Angelegenheiten kümmern", zitierten Staatsmedien den Leiter der Abteilung für amerikanische Angelegenheiten, Kwon Jong Gun.

Vor dem Hintergrund der festgefahrenen Verhandlungen mit den USA über das Atomwaffenprogramm seines Landes bekräftigte Kwon die Forderung von Machthaber Kim Jong Un vom April, wonach die USA bis Ende dieses Jahres einen annehmbaren Lösungsvorschlag vorlegen sollten. "Falls die USA wie jetzt mit verschränkten Armen dasitzen wollen, könnte die Zeit nicht ausreichen." Trotz des Vorwurfs sagte Kwon, die bilateralen Beziehungen schritten auf der Basis des persönlichen Verhältnisses zwischen Kim und Trump voran.

Festgefahrene Verhandlungen zwischen Trump und Kim

Am Sonntag will Trump nach dem G20-Gipfel im japanischen Osaka mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in Seoul über das weitere Vorgehen im Atomstreit mit der kommunistischen Führung Nordkoreas beraten. Die Verhandlungen sind seit dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim Jong Un im Februar in Vietnam festgefahrenen.

Moon sagte am Mittwoch in einem Interview, die USA und Nordkorea redeten hinter den Kulissen über einen weiteren Gipfel. Er nannte aber keine Details. Kwon sagte, wenn Nordkorea mit den USA in Kontakt treten wolle, werde dies durch einen bereits existierenden "Verbindungskanal" zwischen beiden Ländern getan. Nichts werde über Südkorea laufen. Er warf der Regierung in Seoul vor, so zu tun, als ob sie mit Pjöngjang im Austausch stehe und es "Treffen hinter den Kulissen" gebe. Das sei aber nicht wahr.

(an/dpa)

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