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Südkorea enttäuscht über gescheiterten Gipfel

28.2.2019 13:59 Uhr

Auf das gescheiterte Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Hanoi hat Südkorea enttäuscht reagiert.

Das Büro des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In äußerte sich am Donnerstag zugleich aber zuversichtlich, dass beide Länder ihren Dialog fortsetzen werden. Trumps Entschlossenheit zum Dialog erhelle die Aussicht für den nächsten Gipfel.

Es sei bedauerlich, dass Trump und Kim "keine vollständige Einigung beim heutigen Gipfel" erzielt hätten, sagte ein Sprecher Moons. "Trotzdem scheint es klar, dass sie bedeutendere Fortschritte erzielten als jemals zuvor". Beide Seiten hätten längere Gespräche geführt und dadurch das gegenseitige Verständnis verbessert.

Gipfeltreffen in Singapur ohne Erfolg

Nach dem Auftakt vor acht Monaten in Singapur hatte der zweite Gipfel zwischen Trump und Kim bei den Bemühungen um eine atomare Abrüstung Nordkoreas keinen Durchbruch gebracht. Beide Seiten konnten sich nicht einmal auf eine gemeinsame Abschlusserklärung einigen.

Südkorea übernahm wichtige Vermittlerrolle zwischen Nordkorea und USA

Moon hatte im vergangenen Jahr eine wichtige Vermittlerrolle zwischen dem Südkorea-Verbündeten USA und Nordkorea gespielt. Von dem Gipfel in Hanoi erhoffte sich Seoul auch entscheidende Impulse für die innerkoreanische Zusammenarbeit. Auch beide koreanischen Staaten verfolgen einen Kurs der Annäherung. Moon hatte Kim im vergangenen Jahr dreimal getroffen, zweimal im Grenzort Panmunjom, einmal in Pjöngjang.

(gi/afp)

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