Imago/Agencia EFE

Südamerikas Fußball-Chef für WM alle zwei Jahre

24.11.2018 18:55 Uhr

Die FIFA beschäftigt sich offenbar mit einer weiteren revolutionären Fußball-Reform.

Wie die "New York Times" berichtet, hat der südamerikanische Verbandschef und FIFA-Vizepräsident Alejandro Dominguez beim Weltverband den Vorschlag eingereicht, die WM künftig alle zwei statt alle vier Jahre zu veranstalten.

"Wir wollten immer eine globale Nations League haben, und wir werden eine solche Idee, die wir der FIFA unterbreitet haben, unterstützen: Die Weltmeisterschaft soll alle zwei Jahre stattfinden, nicht alle vier", zitiert die Zeitung den Funktionär aus Paraguay.

Demnach soll Dominguez den Vorschlag beim jüngsten Treffen des FIFA-Councils in Kigali im Oktober vorgetragen haben. Als Begründung gab er demnach an, dass bei einer WM im Zweijahres-Rhythmus mehr Spieler an einem solchen Event teilnehmen könnten.

Eine WM alle zwei Jahre würde in Europa sicher auf Widerstand stoßen, da sie das kontinentale EM-Turnier tangieren würde und die Spieler der Spitzenclubs noch höheren Belastungen aussetzen würde.

Der südamerikanische Kontinentalverband CONMEBOL hatte bereits den Vorschlag gemacht, bereits die nächste WM 2022 in Katar mit 48 statt 32 Teams zu veranstalten. Eine Entscheidung hierüber fällt beim nächsten Council-Meeting im März in Miami. Zuletzt hatte sich FIFA-Chef Gianni Infantino skeptisch geäußert, dass eine auch von ihm befürwortete Aufstockung in Katar umzusetzen sei.

Infantino steht derzeit in Europa für seine Pläne in der Kritik, einen Sponsoren-Deal für 25 Milliarden Dollar einzugehen, für den die FIFA die Rechte an einer reformierten Club-WM, einer globalen Nations League und diversen digitalen Lizenzprodukten an ein Konsortium abtreten würde.

(be/dpa)