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Säbelrasseln des Iran - Militärmanöver im Persischen Golf

22.12.2018 14:49 Uhr

Sortiert der Iran den Rückzug der US-Streitkräfte aus Syrien, den US-Präsident Donald Trump eigenmächtig und gegen den Willen seiner Militärberater beschlossen hat, als Schwäche ein? Während der US-Flugzeugträger "USS John C. Stennis" den Persischen Golf passierte, hielt der Iran in der Nähe ein Militärmanöver ab. Wollte man den USA und Trump zeigen, dass man das Land in der jetzigen Verfassung nicht fürchtet?

Der Iran hat zeitgleich mit der Ankunft eines US-Flugzeugträgers ein Militärmanöver am Persischen Golf abgehalten. An den Übungen nahmen Medienberichten vom Samstag zufolge Bodentruppen der Revolutionsgarden (IRGC) sowie Hubschrauber und Drohnen teil.

Bei dem Manöver sollen auch Raketen getestet worden sein. Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB handelte es sich um Tests von Kurzstrecken-, laut Nachrichtenagentur Fars aber um Mittelstreckenraketen. In dem IRIB-Bericht waren jedoch keine Aufnahmen von Tests mit Mittelstreckenraketen zu sehen.

Brisante Region für Militärmanöver des Iran

Die Revolutionsgarden übten diesmal auf der Insel Gheschm. Diese liegt unmittelbar vor dem iranischen Festland und in Nähe der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Diese Meerenge musste der US-Flugzeugträger "USS John C. Stennis" auf seiner Fahrt in den Persischen Golf passieren.

Manöver der Revolutionsgarden in der Nähe der Straße von Hormus sind brisant. Irans Präsident Hassan Ruhani hat schon zweimal mit einer Blockade der Ölexport-Routen dort gedroht, falls die USA im Zuge ihrer Iran-Sanktionen Ölexporte aus dem Land blockieren sollten. Fast ein Drittel der weltweiten Ölexporte wird durch die Straße von Hormus am Persischen Golf verschifft.

(ce/dpa)