dpa

Samstagsausgaben großer US-Tageszeitungen wegen Cyber-Attacke verzögert

30.12.2018 14:10 Uhr

Suchen sich die Köpfe hinter Cyber-Attacken neue Ziele? Es hat den Anschein, dass nun auch der Druckbereich zur Zielscheibe gemacht wird. Der Cyber-Angriff auf ein Verlagshaus in den USA sorgte nun dafür, dass der Druck diverser großer Samstagsausgaben erst verspätet in Druck ging und die Leser damit ihre Zeitungen erst verspätet bekommen haben.

Wegen einer Cyber-Attacke auf das Computersystem eines Verlagshauses haben zahlreiche Zeitungsleser in USA ihre Samstagsausgabe verspätet oder überhaupt nicht erhalten.

Betroffen waren US-Medienberichten vom Samstag (Ortszeit) zufolge größere Blätter wie die "Los Angeles Times" und der "San Diego Union Tribune" in Kalifornien sowie die Westküstenausgaben des "Wall Street Journal" und der "New York Times". Sie alle nutzen demnach dieselbe Druckerei in Los Angeles. Die Probleme verzögerten sowohl den Druck als auch die Auslieferung der Blätter.

Cyber-Attacke via Malware auf den Rechnern

Das Medienunternehmen Tribune Publishing hatte den Berichten zufolge bereits am Freitag Schad-Software ("Malware") auf seinen Servern entdeckt. Die Cyber-Attacke sei möglicherweise von außerhalb der USA gekommen, berichtete die "LA Times" unter Berufung auf eine gut informierte Quelle. Es sei aber noch zu früh, Genaueres zu sagen. Auch eine Sprecherin von Tribune Publishing konnte den Verdacht laut dem Sender CNN zunächst nicht bestätigen.

"Wir glauben, dass die Attacke die Infrastruktur blockieren sollte, genauer gesagt die Server", sagte ein Informant der "LA Times". Es sei aber nicht darum gegangen, Informationen zu stehlen. Weitere Details zu Ursprung oder Motiv des Angriffs waren zunächst nicht bekannt.

(ce/dpa)