Symbolbild: imago/Norbert Schmidt

Sammer lobt Kovac und Favre

5.4.2019 20:56 Uhr

Beim Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund freut sich der frühere Bayern-Vorstand und aktuelle BVB-Berater Matthias Sammer auch besonders auf das Trainerduell.

"Für mich ist der Trainer immer ein Dirigent. Lucien Favre hat einen ganz großen Anteil an der Entwicklung des Vereins. Wenn wir über Dirigenten sprechen: Niko Kovac hat es nicht so einfach. Er kämpft und gibt nicht auf, so wie er früher Fußball gespielt hat", sagte Sammer bei Eurosport.

"Es kann am Ende nur einer vorne stehen"

"Fakt ist, dass beide ihre Mannschaften und die Bundesliga geprägt haben. Es kann am Ende nur einer vorne stehen, aber ich glaube nicht, dass der andere ein Verlierer ist", sagte Sammer. Für Kovac und Favre wäre es jeweils der erste Meistertitel in der Bundesliga.

Sammer äußerte sich lobend über die Arbeit der Trainer und sprach auch über die schwierige Situation von Kovac. "Er soll plötzlich alles wissen, alles können und über enorme Erfahrung verfügen – das ist de facto unmöglich. Er macht seine Arbeit wunderbar und kämpft, auch wenn er sich oft rechtfertigen muss und diskutiert wird, in welcher Art und Weise er spielt. Er wurde auch von der Vereinsführung in Frage gestellt im letzten Herbst", sagte Sammer.

Der frühere Münchner Sportvorstand riet zur Geduld. "Er braucht ein kleines bisschen Zeit, um das Top-Level zu erreichen. Er muss dieser Mannschaft eine eigene Handschrift geben und seinen eigenen Weg gehen – und nicht Pep Guardiola, Jupp Heynckes oder Louis van Gaal kopieren", sagte er. "Allen will man in den Veränderungsprozessen Zeit geben: Der Mannschaft, der Vereinsführung – nur dem Trainer nicht: Das verstehe ich persönlich nicht."

Sammer über Vertragsverlängerung mit Favre

Bei Favre befürwortet Sammer eine Verlängerung des bis 2020 datierten Vertrages: "Es spricht nichts dagegen, dass der positiven Entwicklung irgendwelche Grenzen gesetzt sind, deshalb kann man das auch mit einer Vertragsverlängerung allen demonstrieren."

(gi/dpa)

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