dpa

Salut-Jubel: UEFA verhängt milde Strafen

16.12.2019 8:39 Uhr

Nach dem Salut-Jubel einiger türkischer Nationalspieler in der EU-Qualifikation gibt es keine Sperren. Stattdessen spricht die UEFA Verweise und eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro gegen den türkischen Fußballverband aus.

Das berichtet der "Kicker" unter Hinweis auf eine Sitzung der UEFA-Disziplinarkommission in der vergangenen Woche, deren Ergebnis bislang nicht veröffentlicht wurde. Ein Grund, warum keine Sperren ausgesprochen werden, sei, dass die Strafen während der EM-Endrunde im kommenden Sommer hätten abgesessen werden müssen.

Obwohl die Statuten politische Äußerungen und Zeichen während der Begegnungen verbieten, hatten fast alle türkischen Profis bei den EM-Qualifikationspartien im Oktober gegen Albanien und in Frankreich Tore mit einem Salut bejubelt. Die Spieler brachten damit ihre Unterstützung für die türkischen Streitkräfte zum Ausdruck, die in einer Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien vorgingen. Der Einsatz wurde international scharf kritisiert.

Kein Verweis für Kaan Ayhan

Laut "Kicker" soll Kaan Ayhan keinen Verweis bekommen. Der Düsseldorfer Bundesliga-Profi hatte sich nach seinem Tor beim 1:1 (0:0) nicht dem militärischen Gruß der Mitspieler angeschlossen. Noch ist offen, ob der türkische Verband Rechtsmittel gegen die Strafe einlegen wird.

(be/dpa)

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