Reuters

S-400-Raketenlieferung für die Türkei verzögert sich

28.5.2019 14:02 Uhr

Es könnte ein paar Monate dauern, bis die Türkei russische S-400-Luftverteidigungsraketen in Empfang nimmt, sagte Verteidigungsminister Hulusi Akar. Manche Medien sehen darin ein mögliches Zeichen dafür, dass die türkische Regierung unter anderem doch in Richtung der USA, einem erklärten Gegner des Kaufes, einlenken will.

"Sie mögen nicht im Juni kommen, aber sie werden in den kommenden Monaten eintreffen", sagte Verteidigungsminister Akar in einem Interview mit dem TV-Sender Habertürk. Die Türkei hat angekündigt, die S-400-Raketen im Juli oder früher abholen zu können. Der Kauf der russischen Waffen hat zu einer politischen Krise mit den USA und den westlichen Verbündeten der Türkei in der NATO geführt. US-Politiker haben der Türkei eine Frist bis Mitte Juni gesetzt, um den S-400-Deal fallen zu lassen oder man würde Wirtschaftssanktionen verhängen, berichteten US-amerikanische Nachrichtenagenturen.

Keine Frist seitens der USA

Verteidigungsminister Akar sagte weiter, dass die Vereinigten Staaten keine Frist gesetzt hätten und wiederholte das, was seitens türkischer Offizieller bereits in der vergangenen Woche gesagt wurde. Verteidigungsminister Akar wollte sich nicht zu Spekulationen äußern, wonach die Durchführung des Deals US-amerikanische Sanktionen für die Türkei nach sich ziehen würde. Der Verteidigungsminister sagte, man habe hinsichtlich des Kaufes eine Übereinkunft getroffen und an die haben man sich zu halten. Akar wollte sich ebenso nicht zu Spekulationen äußern, dass die Türkei statt US-Jets vom Typ F35 russische Kampfflugzeug vom Typ Su-57 der fünften Generation kaufen könnte.

(Hürriyet.de)