Symbolbild: imago images/Xinhua

Russland will Pipeline weiter bauen

21.12.2019 16:39 Uhr

Aus Sicht des russischen Außenministeriums werden die US-Sanktionrn gegen die geplante Gasleitung die Umsetzung dieser Projekte nicht gefährden. «Russland hat seine Wirtschaftsprojekte umgesetzt und wird sie weiter umsetzen - unabhängig von irgendwelchen Sanktionen», teilte das Außenministerium am Samstag in Moskau mit.

Zuvor hatte auch das Nord-Stream-2-Konsortium betont, die Ostsee-Pipeline nach Deutschland solle fertiggebaut werden.

Die USA gingen mit den von Präsident Donald Trump unterzeichneten Strafmaßnahmen gegen die Nord Stream 2 vor allem gegen ihre Verbündeten in Europa vor. Washington hindere die Europäer so am Zugang zu einer Gasversorgung zu akzeptablen Preisen.

"Gesetz zum Schutz von Europas Energiesicherheit"

Die US-Strafmaßnahmen im «Gesetz zum Schutz von Europas Energiesicherheit» zielen auf die Betreiberfirmen der hoch spezialisierten Schiffe ab, mit denen die Leitungsrohre durch die Ostsee verlegt werden. Ziel ist es, die Fertigstellung der rund zehn Milliarden Euro teuren Leitung noch zu verhindern.

«Dabei geht es nicht nur um den Wunsch, dem russischen Export zu schaden.» Es gehe auch um das Streben, Europa an amerikanisches Frackinggas zu binden, das den Europäern deutlich «teurer zu stehen kommt als Pipeline-Gas aus Russland», teilte das Ministerium weiter mit. Durch höhere Ausgaben für US-Flüssiggas stiegen die Produktionskosten in Europa.

Washington hat sich aus Sicht Moskaus entschieden, wegen geopolitischer Ambitionen und geschäftlicher Vorteile auf niemanden mehr Rücksicht zu nehmen - nicht einmal auf engste Verbündeten in der NATO. Interessant sei, ob die europäischen Länder sich als souveräne Staaten behaupten. Als Beispiel nannte das Ministerium Deutschland, das seine eigenen Wirtschaftsinteressen vergesse und sich im Kommandoton aus den USA auffordern lasse, den amerikanischen Energiesektor durch den Kauf von Frackinggas zu finanzieren.

(an/dpa)

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