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Russland und die Türkei wollen Idlib sichern

8.9.2020 22:33 Uhr, von Andreas Neubrand

Russland und die Türkei treiben die Umsetzung ihrer Abkommen zur Befreiung der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib von Terroristen voran, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am 7. September.

Dabei sei die Aufrechterhaltung der Deeskalationszone von Idlib "das Kernstück der gemeinsamen Bemühungen zwischen Russland und der Türkei", so Lawrow auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Damaskus mit seinem syrischen Amtskollegen Walid Muallem und dem stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Yury Borisov.

Syrer sollen neue Verfassung erhalten

"Wir arbeiten gemeinsam daran, die Autobahn M-4 komplett von Terroristen zu befreien und einen Sicherheitskorridor zu schaffen. All dies werden wir langsam, aber stetig umsetzen", sagte er. Im Gegenzug bestätigte Muallem, dass Syrien im nächsten Jahr Präsidentschaftswahlen abhalten wird, äußerte sich jedoch nicht zu den Anforderungen künftiger Präsidentschaftskandidaten und erklärte, dies liege in der Verantwortung der Obersten Wahlkommission.

Währenddessen wird in Genf eine neue syrische Verfassung ausgearbeitet. Die Ergebnisse werden dann einem Referendum unterzogen. "Einen Zeitrahmen haben wir dabei nicht. Wichtig ist, dass die neue Verfassung den Bestrebungen des syrischen Volkes entspricht", sagte er.

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