imago/Zuma Press

Russland: Proteste zur Unterstützung von Menschenrechtsaktivistin Anastasia Schewtschenko

10.2.2019 16:45 Uhr

In mehreren Städten Russlands sind die Menschen zur Unterstützung der inhaftierten Menschenrechtsaktivistin Anastasia Schewtschenko auf die Straße gegangen.

Dabei sei es auch zu Festnahmen gekommen, berichteten mehrere russische Medien am Sonntag übereinstimmend. In Moskau versammelten sich Teilnehmer demnach zu einem Spaziergang, nachdem die Stadtverwaltung eine Kundgebung verboten hatte. Mehrere Hunderte Menschen nahmen einem Bericht des Radiosenders Echo Moskwy zufolge daran teil. Auch in St. Petersburg, Jekaterinburg am Ural und Kasan im Südwesten Russlands seien Menschen auf die Straße gegangen.

Solidarität mit der Menschenrechtsinitiative Open Russia

Sie hätten sich mit der Aktivistin Anastasia Schewtschenko von der Menschenrechtsinitiative Open Russia solidarisiert. Nach Angaben der Organisation Amnesty International steht die Koordinatorin der Bewegung in Rostow am Don am Asowschen Meer unter Hausarrest.

"Die Menschenrechtlerin ist die erste Person, gegen die unter dem repressiven Gesetz über "unerwünschte Organisationen" ein Strafverfahren eingeleitet worden ist", teilte Amnesty mit. Bei einer Verurteilung drohten ihr bis zu sechs Jahre Haft.

(be/dpa)