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Russland lobt Beziehungen mit der Türkei

5.6.2020 20:33 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharowa, lobte am 4. Juni die russisch-türkische Zusammenarbeit in Syrien für ihre "soliden Ergebnisse".

Zakharowa sprach auf einer Videokonferenz in Moskau und reagierte damit auf die Kritik des Beamten des US-Außenministeriums, Matthew Palmer, der seine Besorgnis über die Bereitschaft der Türkei zum Ausdruck brachte, die Zusammenarbeit mit Russland zu stärken und auszubauen.

USA sollen sich russisch-türkische Beziehungen zum Vorbild nehmen

Washington scheint die Bedeutung der Worte "gegenseitigen Respekt" vergessen zu haben, sagte sie. Es wäre besser, die USA würden sich an den türkisch-russischen Beziehungen ein Vorbild nehmen.

Die Drohungen der USA gegenüber der Türkei wegen des Kaufs des russischen Luftverteidigungssystems S-400 sind ein Fehler und ein falsches Verständnis für Verbündete, sagte sie. Im April 2017 versuchte die Türkei erfolglos ein Luftverteidigungssystem in den USA zu kaufen. Wenig später unterzeichnete Ankara einen Vertrag mit Russland über den Kauf des S-400-Systems.

Türkei soll S-400-System ruhen lassen

Die Türkei wolle aber das S-400-System nicht in die Systeme der Nato integrieren. Damit will Ankara möglichen Missbrauch seitens Moskaus verhindern.

Trotzdem verlangen die USA, dass die Türkei das S-400-System inaktiv lässt. Andernfalls seien Sanktionen unumgänglich. Als Gegenvorschlag will die Türkei eine Kommission einsetzen, die die technisch strittigen Fragen klären soll.

Die S-400 gilt als eines der fortschrittlichsten Raketensysteme der Welt, da mit ihr mehrere Ziele gleichzeitig verfolgt werden können.

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