epa/Sergei Ilnitsky

Russland gedenkt der Opfer des Terrorismus

3.9.2019 15:19 Uhr

Tausende Menschen haben nach 15 Jahren an das blutige Ende der Geiselnahme in der Schule von Beslan gedacht. Dies war der blutigste Terrorangriff in der neueren Geschichte Russlands.

In der Teilrepublik Nordossetien legten Menschen am Dienstag eine Schweigeminute ein. Insgesamt starben bei dem Angriff und der Befreiungsaktion 334 Menschen, darunter 186 Kinder. Das Geiseldrama hat in Russland eine ähnliche Bedeutung wie die Terroranschläge in den USA am 11. September 2001.

Schwere Explosionen und Feuergefechte

Terroristen aus dem Konfliktgebiet Nordkaukasus hatten mit der Geiselnahme in der Schule am 1. September 2004 etwa 52 Stunden lang die Welt in Atem gehalten. Am 3. September beendeten Spezialkräfte nach drei Tagen die Geiselnahme. Dabei kam es zu schweren Explosionen und Feuergefechten mit den Terroristen. Seitdem wird der Tag im ganzen Land als Tag der Solidarität im Kampf gegen den Terrorismus begangen. Auch in Moskau und anderen Städten gab es Gedenkveranstaltungen.

Mehr als 400 Hinterbliebene und Opfer werfen den Behörden bis heute schweres Versagen bei der Befreiungsaktion und der Aufarbeitung der Ereignisse vor. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg gab den Familien 2017 Recht und verurteilte Russland zu drei Millionen Euro Schmerzensgeld. Das Justizministerium teilte der Agentur Interfax mit, der Betrag sei fast zur Gänze ausgezahlt worden. Lediglich ein Antrag sei wegen fehlender Dokumente nicht bearbeitet worden.

(an/dpa)

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