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Russland erhebt Einspruch

19.12.2019 14:53 Uhr

Spiel auf Zeit? Russland ruft den Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen der Sperre an, welche die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gegen das Land verhängt. Russland wird vorgeworfen, dass Dopingproben manipuliert wurden. Der Einspruch wird sich über Monate hinziehen und damit könnten die russischen Athleten unter Umständen als Landesverband an Olympia 2020 in Tokio doch teilnehmen.

Russland zieht gegen die von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verhängte Vierjahressperre vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Das beschloss der Aufsichtsrat der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA am Donnerstag. Damit kommt es sehr wahrscheinlich zu einem monatelangen juristischen Tauziehen, das bis zu den Olympischen Spielen in Tokio 2020 dauern könnte.

Putin spricht von politisch motivierter Sperre

Russlands Staatspräsident Wladimir Putin hatte kurz zuvor die Strafe gegen das Riesenreich als "politisch motiviert" bezeichnet. Die Sanktionen seien "unfair" erklärte der Kreml-Chef, die WADA-Entscheidung verstoße "gegen den gesunden Menschenverstand". Die WADA hatte in der vergangenen Woche die RUSADA wegen manipulierter Daten aus dem russischen Kontrolllabor suspendiert und weitere Strafen beschlossen. Da der Einspruch aufschiebende Wirkung hat, werden die Sanktionen zunächst nicht rechtskräftig.

Nach dem WADA-Urteil darf Russland unter anderem als Nation nicht an bestimmten sportlichen Großereignissen wie Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften teilnehmen oder diese ausrichten. Russische Sportler dürfen aber bei diesen Events unter bestimmten Voraussetzungen als "neutrale Athleten" starten.

(ce/afp)

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