Symbolbild: epa/Sergey Dolzhenko

Russland bremst Erwartungen an Ukraine-Gipfel

18.11.2019 23:38 Uhr

In drei Wochen beginnt in Paris der Ukraine-Gipfel. Doch schon im Vorfeld hat Russland die Erwartungen gedämpft. "Lassen Sie uns die Erwartungen nicht zu hoch stecken, um am Ende nicht enttäuscht zu sein", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Agentur Interfax zufolge.

Zugleich sollten die Hoffnungen nicht zu gering sein, dass die Vorbereitungen am Ende Ergebnisse bringen, meinte er. Präsident Wladimir Putin werde zur Vorbereitung des am 9. Dezember in Paris geplanten Gipfels noch ein telefonisches Gespräch führen.

Russland hat noch nicht zugesagt

Nach der Mitteilung Frankreichs zu dem Gipfel am vergangenen Freitag hatten Deutschland und die Ukraine ihre Teilnahme prompt bestätigt – nur Russland nicht. "Das ist ein sehr wichtiges Treffen, das seit langem erwartet wird", sagte Peskow. Zum Bedauern Russlands habe es eine sehr lange Pause seit dem Gipfel vor zwei Jahren gegeben.

Im so bezeichneten Normandie-Format setzen sich die Präsidenten Frankreichs, Russlands und der Ukraine sowie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Realisierung des Friedensplans zum Krieg im Donbass ein. In den Regionen Luhansk und Donezk kämpfen seit mehr als fünf Jahren ukrainische Regierungstruppen und von Russland unterstützte Separatisten gegeneinander.

Rund 13 000 Menschen sind nach UN-Schätzungen in dem Krieg ums Leben gekommen. Ein in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarter Friedensplan liegt auf Eis. An einzelnen Punkten der Frontlinie zogen sich zuletzt allerdings Militär und Rebellen zurück. Zudem gab es einen Austausch von Gefangenen zwischen Russland und der Ukraine.

(an/dpa)

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