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Russland: "Spion" Whelan soll nicht ausgetauscht werden

11.1.2019 13:43 Uhr

Ein Austausch im Fall des inhaftierten angeblichen Spions Paul Whelan schließt das russische Außenministerium derzeit aus. "Zum jetzigen Zeitpunkt kann keine Rede davon sein, dass Whelan gegen irgendjemanden ausgetauscht wird, der im Ausland festgenommen worden ist", sagte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Freitag in Moskau.

Der US-Amerikaner Whelan war Ende vergangenen Jahres in Moskau festgenommen worden. Er soll als Spion auf frischer Tat ertappt worden sein, sagte der russische Geheimdienst. Daraufhin berichteten zahlreiche Medien, dass der Mann gegen die Russin Maria Butina eingetauscht werden könnte. Sie sitzt seit einigen Monaten in den USA in Haft, weil sie als Studentin getarnt Einfluss auf politische Organisationen genommen haben soll.

Moskau werde keine Menschen opfern

Sacharowa wies diese Berichte als offenkundige Spekulationen und Falschnachricht zurück. Der Kreml hatte zuvor betonte, Moskau werde keine Menschen in diplomatischen Streitereien opfern. Hintergrund der Anschuldigungen sind die schlechten Beziehungen zwischen Moskau und Washington. Neben den Konflikten in der Ukraine und in Syrien belasten vor allem Vorwürfe die Stimmung, Russland habe sich in den US-Wahlkampf eingemischt.

Das Bild zeigt die amerikanische Botschaft in Moskau. Anm. d. Red.

(an/dpa)