epa/Maxim Shipenkov

Russland: "Spion" keine Schachfigur im diplomatischen Spiel

9.1.2019 11:57 Uhr

Der angebliche Spion, der in Russland verhaftet wurde, ist kein Faustpfand im diplomatischen Streit mit den USA: "In Russland haben wir nie Menschen als Schachfiguren im diplomatischen Spiel benutzt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau.

Hintergrund ist die Festnahme des US-Amerikaners Paul Whelan. Er soll als Spion in der russischen Hauptstadt auf frischer Tat ertappt worden sein.

Das Verhältnis zwischen Moskau und Washington ist seit Jahren schlecht. Neben den Konflikten in der Ukraine und in Syrien belasten vor allem Vorwürfe die Stimmung, Russland habe sich in den US-Wahlkampf eingemischt.

Austausch Butina und Whelan?

In den vergangenen Monaten sorgte zudem die Festnahme der angeblichen russischen Studentin Maria Butina in den USA für Schlagzeilen. Ihr wird vorgeworfen, im Auftrag Moskaus Einfluss auf politische Organisationen in den USA genommen zu haben. Ob es zu einem Austausch von Butina und Whelan kommen könnte, war bislang nicht bekannt. Peskow betonte der Agentur Interfax zufolge, er habe dazu keine Informationen.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.