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Rundumschlag beim "Club": Trainer und Manager gefeuert

12.2.2019 9:31 Uhr

Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Nürnberg zieht die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt. Der "Club" hat sich mit sofortiger Wirkung von Sportvorstand Andreas Bornemann und Aufstiegstrainer Michael Köllner getrennt. Das bestätigten die Franken am Dienstag.

Wie der "Club" mitteilte, werden zunächst Vereins-Legende Marek Mintal und der bisherige Co-Trainer Boris Schommers die Mannschaft übernehmen, bis ein neuer Chefcoach gefunden ist.

Der 49-jährige Köllner hatte mit Nürnberg zuletzt 15 Bundesliga-Spiele in Serie nicht gewonnen, in den letzten neun Pflichtspielen gab es acht Niederlagen. Nürnberg ist mit zwölf Punkten nach 21 Spielen Tabellenletzter, liegt aber nur drei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Köllner hatte den Club am 7. März 2017 von Alois Schwartz übernommen. In der Spielzeit 2017/18 hatte er die Nürnberger zum achten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte geführt.

Pokal-Pleite hat das Fass zum Überlaufen gebracht

Zunächst war am Morgen nur die Entlassung von Bornemann bekannt geworden. "Leider konnten wir uns mit Andreas Bornemann nicht auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft, gerade auch in Bezug auf das Cheftraineramt verständigen", teilte der Aufsichtsrat mit.

Der neunköpfige Aufsichtsrat hatte um 0.20 Uhr in der Nacht seine Entscheidung offiziell gemacht. "Vor allem der enttäuschende Auftritt im Pokalspiel beim Hamburger SV hat uns schwer getroffen. Dieses Spiel, gepaart mit der sportlichen Durststrecke in der Liga von 15 Begegnungen ohne Sieg, machte uns klar, dass wir als Gremium noch einmal einen genauen Blick auf die aktuelle Lage werfen und die momentane Situation erneut eingehend analysieren müssen", heißt es in der Erklärung.

Die sportlichen Ziele seien stark gefährdet, hieß es weiter. "Aus diesem Grund haben wir uns als Gremium dazu entschlossen, den bisherigen Sportvorstand Andreas Bornemann von seinem Amt zu entbinden." Nicht versäumen wollte es der Aufsichtsrat, Bornemann für die geleistete Arbeit zu danken, "insbesondere für seinen maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Konsolidierung und den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga."

(bl/afp)