dpa

Rummenigge für Reform der Club-WM

16.3.2019 15:45 Uhr

Karl-Heinz Rummenigge, Boss des FC Bayern München, sträubt sich nicht grundsätzlich gegen eine Club-WM. Sofern das bisherige Format nachhaltig refomiert und überarbeitet würde, würde dann wohl auch der FC Bayern daran teilnehmen.

Nur einen Tag nach der Entscheidung des FIFA-Councils zur Reform der Club-WM bröckelt der Widerstand der großen europäischen Vereine gegen den runderneuerten Wettbewerb. Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge forderte Gespräche des Fußball-Weltverbandes mit Vertretern der Vereine, Ligen und Profis, um eine Einigung zu erzielen.

"Die bisherige Club-WM jedes Jahr im Dezember ist ein Nonsens-Wettbewerb. Ich verstehe die FIFA, dass dieser Wettbewerb jetzt reformiert werden soll", sagte Rummenigge der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zuvor hatte die französische Zeitung "L´Équipe" berichtet, dass auch Real Madrid sich für eine Teilnahme ausgesprochen habe und dem Wettbewerb "mit Vorfreude" entgegensehe.

Rummenigge kein Freund der Kommunikationspolitik von Infantino

Noch am Freitag hatte die Europäische Club-Vereinigung ECA betont, dass keiner der von ihr vertretenen 232 Vereine an dem geplanten Turnier mit 24 Teams aus aller Welt teilnehmen werde. Ein Protestschreiben, das auch an FIFA-Chef Gianni Infantino ging, hatten die ECA-Vorstandsmitglieder unterzeichnet, darunter auch Michael Gerlinger als Vertreter des FC Bayern München und Real-Vizepräsident Pedro López Jiménez. Die sieben europäischen Council-Mitglieder um DFB-Präsident Reinhard Grindel hatten am Freitag in Miami gegen die neue Club-WM gestimmt.

Rummenigge kritisierte FIFA-Chef Gianni Infantino für eine schlechte Kommunikationspolitik mit der ECA, deren Ehrenvorsitzender er ist. "Das führt dann schon mal zu einer Abwehrhaltung in der Öffentlichkeit. Ich bedaure das, und es gefällt mir nicht, dass zwischen FIFA, UEFA und der ECA in dieser Sache kein positiver Diskussionsfaden besteht. Das gilt es zu korrigieren", forderte Rummenigge.

(ce/dpa)

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