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Rumänin Kövesi soll EU-Staatsanwaltschaft leiten

20.7.2019 15:40 Uhr

Die Kandidatur der Rumänin Laura Kövesi für das Amt der Chefanklägerin der geplanten EU-Staatsanwaltschaft wird von Paris unterstützt. Das habe Macron seinem rumänischen Kollegen Klaus Iohannis telefonisch mitgeteilt, erklärte das Präsidialamt in Bukarest am Freitagabend. Macron wolle die Kandidatur des Franzosen Jean-Francois Bohnert für diesen Posten zurückziehen, hieß es weiter aus dem Präsidialamt.

Die neue EU-Staatsanwaltschaft soll ab 2020 arbeiten und vor allem Delikte im Zusammenhang mit der Verwendung von EU-Geldern verfolgen. Für den Chefankläger-Posten hatte sich neben Kövesi und Bohnert auch der Deutsche Andrés Ritter beworben.

Kövesi gilt als Korruptionsjägerin

Das EU-Parlament hatte im Februar dieses Jahres für Kövesi gestimmt und diese Entscheidung vor Kurzem bekräftigt. Endgültig entscheidet sich die Besetzung dieses Postens aber erst nach Verhandlungen zwischen dem EU-Parlament und dem Europäischen Rat. Frankreich und andere EU-Staaten hatten dabei bislang Bohnert unterstützt.

Kövesi hat sich in Rumänien als energische Korruptionsjägerin einen Namen gemacht. Von 2006 bis 2013 war sie Generalstaatsanwältin und danach Chefin der Antikorruptionseinheit der Staatsanwaltschaft DNA. Aus dieser Position wurde die 46-Jährige im Sommer 2018 entlassen - auf Druck der sozialliberalen Regierung, der Kritiker vorwerfen, korruptionsverdächtige Politiker zu unterstützen.

(an/dpa)

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