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Rumänien zieht Botschaft nach Jerusalem

24.3.2019 17:04 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat Eindruck in Rumänien hinterlassen. Und das bezieht sich auf seine Entscheidung, die US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Dem will und wird Rumänien nacheifern, wie Ministerpräsidentin Viorica Dancila am Sonntag offiziell verkündete. Damit wäre Rumänien das erste Land der EU, das ebenfalls mit seiner Botschaft in Israel nach Jerusalem zieht. Wer wird Rumänien nacheifern?

Als erstes EU-Land will Rumänien seine Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Das kündigte Ministerpräsidentin Viorica Dancila am Sonntag auf der Jahrestagung der amerikanisch-israelischen Lobbyorganisation Aipac in Washington an. "Ich, als Ministerpräsidentin von Rumänien, und die Regierung, die ich leite, werden unsere Botschaft nach Jerusalem verlegen, der Hauptstadt Israels", erklärte sie laut Übersetzung.

Rumänien mit der EU-Ratspräsidentschaft als Vorreiter

Dancila sagte, die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zur Botschaftsverlegung habe sie beeindruckt. Die USA hatten in einem Alleingang Jerusalem im Dezember 2017 als Israels Hauptstadt anerkannt und im vergangenen Mai ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt. Auch Länder wie Tschechien oder Brasilien haben sich für einen Umzug ihrer diplomatischen Vertretungen ausgesprochen.

Die Verlegungen sind umstritten. Der Status von Jerusalem soll nach Auffassung des überwiegenden Teils der internationalen Gemeinschaft in zukünftigen Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern festgelegt werden. Israel beansprucht ganz Jerusalem als Hauptstadt, die Palästinenser wollen Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen künftigen eigenen Staat Palästina.

Die Ankündigung Rumäniens kommt in einer Zeit, in der das Land die EU-Ratspräsidentschaft inne hat. Der Umzug der US-Botschaft hatte innerhalb der EU für Streit gesorgt. Die Außenbeauftragte Federica Mogherini kritisierte die Entscheidung der USA, konnte das aber wegen Widerstands aus Rumänien, Ungarn und Tschechien nicht im Namen aller EU-Staaten tun.

(ce/dpa)

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