Symbolbild: imago images/ZUMA Press

Ruhe-für-Ruhe-Vereinbarung mit Hamas

28.6.2019 23:07 Uhr

Auf eine Rückkehr zur bisherigen "Ruhe-für Ruhe-Vereinbarung" haben sich Israel und die radikal-islamische Hamas geeinigt. Dies sei unter anderem unter der Vermittlung Ägyptens geschehen, sagte ein führender Vertreter der Palästinenserorganisation am Freitag. Ein Sprecher von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerte sich zunächst nicht dazu.

Israel erlaubt nach palästinensischen Angaben wieder die Einfuhr von Treibstoff für das einzige Kraftwerk im Gazastreifen. Das Fischereikomitee teilte mit, die Fischereizone sei wieder auf bis zu rund 24 Kilometer ausgedehnt worden. Nach Angaben der Hamas sind diese Änderungen Teil der Vereinbarung mit Israel.

Hamas unterbindet Brandballons

Palästinensische Medien berichteten wiederum, die Hamas habe sich dazu verpflichtet, das Senden von Brandballons nach Israel zu unterbinden. Nach einem Bericht der israelischen Zeitung "Maariv" hatten diese Ballons seit Anfang der Woche mehr als 100 Brände im Süden Israels ausgelöst.

Wegen der Brandballons hatte Israel zuletzt zeitweise die Fahrt aufs Meer komplett verboten und Anfang der Woche Treibstofflieferungen in das Küstengebiet gestoppt. Damit hatte den rund zwei Millionen Palästinensern dort erneut eine Verschlechterung der Energieversorgung gedroht. Bis dahin hatten die Menschen im Schnitt zwölf Stunden Strom pro Tag.

Israel soll sich nach Angaben der Hamas auch dazu verpflichtet haben, bei den regelmäßigen Protesten am Grenzzaun zu Israel nicht scharf auf Demonstranten zu schießen.

Die EU, Israel und die USA stufen die im Gazastreifen herrschende Hamas als Terrororganisation ein. Israel hat vor zwölf Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verschärft, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitsinteressen.

(an/dpa)

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