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Ruhani: Schuld an den iranischen Problemen sind die USA

30.1.2019 14:07 Uhr

Für Irans Präsident Hassan Ruhani ist es klar, wer Schuld an den Problemen seines Landes hat: Es sind die "Eidbrecher" USA.

"Niemand sollte die Regierung oder das große islamische System anstelle von Amerika beschuldigen", sagte Ruhani am Mittwoch im Staatsfernsehen. "Amerika hat sich nicht nur gegenüber uns als Eidbrecher erwiesen, sondern auch gegenüber Europa, China, Nafta und der Transpazifischen Partnerschaft."

Hardliner im Iran sehen sich bestätigt

US-Präsident Donald Trump war im vergangenen Mai einseitig aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran von 2015 ausgestiegen und hatte neue Finanz- und Handelssanktionen gegen Teheran verhängt. Die Hardliner im Iran fühlen sich durch diesen Verstoß gegen das bindende Abkommen in ihrem Misstrauen gegenüber den USA bestätigt. Sie hatten schon immer gewarnt, dass den USA bei den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm nicht zu trauen sei.

Ruhani wies solche Vorwürfe aber zurück. Das wichtigste Kriterium seien die Interessen des Landes, sagte Ruhani, der zum Jahrestag eines Treueschwurs gegenüber dem verstorbenen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini sprach. Auch Khomeinis Hauptsorge habe weniger ausländischen Mächten als interner "Zwietracht" gegolten, sagte Ruhani und rief seine Landsleute zur Einheit auf.

(an/afp)

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