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Rußland und die Türkei gemeinsam in Idlib

8.3.2019 14:08 Uhr

In der syrischen Rebellenprovinz Idlib haben das russische und das türkische Militär begonnen zu patrouillieren. Russische Einheiten würden im Grenzgebiet zu Idlib und türkische Soldaten innerhalb der entmilitarisierten Pufferzone eingesetzt, sagte der türkische Generalstabschef Hulisi Akar nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur.

Die Patrouillen stellen nach seinen Worten "einen wichtigen Schritt dar, um in Idlib den Waffenstillstand fortzusetzen und die Stabilität aufrechtzuerhalten". Akar warnte die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, den Waffenstillstand zu verletzen.

Angriff auf syrische Soldaten verhindern

Idlib im Nordwesten Syriens ist die letzte große Rebellenhochburg des Bürgerkriegslandes. Die Al-Kaida-nahe Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) kontrolliert die Region. Russland als Unterstützer der syrischen Regierung und die Türkei als Verbündeter der Rebellen hatten sich im vergangenen Jahr auf eine Pufferzone für Idlib geeinigt. Damit soll ein Angriff der syrischen Truppen verhindert werden.

(an/dpa)