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Roth will Lösung für unbegleitete Flüchtlingskinder

23.12.2019 16:45 Uhr

Nach Grünen-Chef Robert Habeck hat auch der Staatsminister im auswärtigen Amt, Michael Roth, eine zügige Aufnahme von unbegleiteten Kindern aus griechischen Lagern gefordert.

«Ich werbe seit einem Jahr dafür, für diese überschaubare Zahl von geflüchteten Minderjährigen eine pragmatische, rasche, humanitäre Lösung zu finden», sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). «Ich weiß, dass eine Reihe von Kommunen in Deutschland bereit wären, Kinder und Jugendliche aufzunehmen», so Roth.

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck hatte sich in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» dafür stark gemacht, bis zu 4000 Kinder von den griechischen Inseln zu holen. Eine Parteisprecherin stellte am Montag klar, dass Habeck dabei unbegleitete Kinder und Jugendliche im Blick habe.

Notfalls auch im Alleingang

Thüringens Innenminister Georg Maier hatte sich Anfang Dezember zusammen mit seinen Kollegen Boris Pistorius aus Niedersachsen und Andreas Geisel aus Berlin (alle SPD) an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gewandt und ihn gebeten, minderjährige Flüchtlinge aus griechischen Aufnahmelagern zu holen. Am Montag hieß es aus dem Thüringer Bildungsministerium, dass das Bundesland notfalls auch im Alleingang minderjährige Flüchtlinge ohne Angehörige aufnehme, aber eine Hilfsaktion in der Regie des Bundesinnenministeriums die bevorzugte Lösung wäre. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) twitterte am Sonntag, dass sich Thüringen mit der Aufnahme von 50 Kindern und Jugendlichen beteiligen würde.

(be/dpa)

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