Symbolbild: dpa

Rot-Rot-Grün trifft CDU ohne Ramelow

17.2.2020 18:17 Uhr

Zwischen Vertretern von Rot-Rot-Grün und der CDU ist es nach dem Wahldebakel in Thüringen zu einem Treffen gekommen. Allerdings ohne den früheren Ministerpräsidenten des Bundeslandes, Bodo Ramelow (Linke).

Es gehe um eine erste Kontaktaufnahme von Vertretern der vier Parteien und Landtagsfraktionen, begründete die Partei- und Fraktionsvorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, die Entscheidung am Montag in Erfurt. Sollte es weitere Treffen mit der CDU geben, sei eine Teilnahme von Ramelow denkbar, sagte sie.

Beratung über Ausweg aus der Krise

Die vier Parteien wollen am Montagabend über Auswege aus der Thüringer Regierungskrise beraten. Die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich auch mit AfD-Stimmen zum Ministerpräsidenten vor knapp zwei Wochen hatte für ein politisches Beben in Deutschland gesorgt. Nach seinem Rücktritt ist Kemmerich derzeit nur noch geschäftsführend im Amt.

Ramelow, der zu einer erneuten Ministerpräsidentenkandidatur bereit ist, hatte seiner Partei empfohlen, weiter auf die CDU zuzugehen. «Ich hoffe, dass es gelingt, Verabredungen mit der CDU zu treffen, so dass die beginnende Staatskrise möglichst abgewendet wird», sagte er der dpa.

Rot-Rot-Grün braucht für eine Wahl Ramelows mindestens vier Stimmen von CDU und FDP, um nicht von der AfD abhängig zu sein. Die Christdemokraten und Liberalen lehnen es bislang ab, Ramelow als Chef einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung zu wählen.

(an/dpa)

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