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Ronaldo hält Juve am Leben - Barca schockt ManUnited

10.4.2019 23:13 Uhr

Alle Augen in Europa waren auf die Viertelfinalhinspiele in der Champions League gerichtet. Würde sich Juventus Turin in den Niederlanden bei Ajax Amsterdam behaupten können und wie sähe nach dem Spiel die Ausgangslage für den FC Barcelona aus, der auswärts bei Manchester United antreten musste? Cristiano Ronaldo sorgte mit seinem Tor zum 1:1-Endstand in Amsterdam dafür, dass Juve sich im Rückspiel gute Chancen aufs Weiterkommen machen darf. In Manchester war es mit Luke Shaw ein United-Spieler, der per Eigentor für den Sieg des Teams von Lionel Messi und Marc-Andre ter Stegen sorgte. Damit darf sich auch Barca berechtigte Hoffnungen machen, in die Runde der letzten vier Team in der Königsklasse einzuziehen.

Dank Superstar Cristiano Ronaldo darf sich Juventus Turin auch gegen "Favoritenschreck" Ajax Amsterdam große Hoffnungen auf den Einzug ins Halbfinale der Champions League machen. Durch einen Treffer des Portugiesen (45.) kam der über weite Strecken schwache italienische Rekordmeister beim engagierten Außenseiter zu einem 1:1 (1:0) und geht mit einer guten Ausgangsposition ins Viertelfinal-Rückspiel am kommenden Dienstag.

Kann Ajax Amsterdam die Sensation von Madrid wiederholen?

Ajax muss dagegen ähnliche Qualitäten zeigen wie eine Runde zuvor. Dort hatten die Niederländer durch ein 4:1 im Rückspiel den Titelverteidiger und früheren Ronaldo-Klub Real Madrid ausgeschaltet. David Neres verbesserte mit seinem Treffer (46.) die Aussichten seines Klubs aber noch deutlich. Ronaldo, der sich im Länderspiel am 25. März gegen Serbien (1:1) eine Verletzung am rechten Oberschenkel zugezogen hatte, stand vor 50.390 Zuschauern wie erwartet in der Startformation der Turiner. Der deutsche Nationalspieler Emre Can fiel verletzungsbedingt aus, 2014er-Weltmeister Sami Khedira wurde in der Nachspielzeit eingewechselt.

Bei den Gastgebern, bei denen Alfred Schreuder, zukünftiger Coach des Bundesligisten TSG Hoffenheim, noch als Co-Trainer tätig ist, ruhten die Hoffnungen erneut auf Dusan Tadic. Der Ajax-Akteur war maßgeblich am sensationellen Weiterkommen des Teams von Trainer Erik ten Hag gegen Madrid beteiligt. Und auch gegen Juve spielte Ajax munter drauf los. Die Gastgeber attackierten früh und drängten Juve zurück. Nach 18 Minuten musste der Turiner Torhüter Wojciech Szczesny einen Schuss von Hakim Ziyech klären, wenig später verzog Donny van de Beek knapp. Von Ronaldo war zu diesem Zeitpunkt fast überhaupt nichts zu sehen.

Zwar kamen die Turiner nach einer halben Stunde besser ins Spiel, dennoch waren die Gastgeber der Führung näher. Doch dann kam Ronaldo. Nach einem Einwurf kombinierten die Gäste durch das Mittelfeld, nach einer Flanke stand Ronaldo völlig frei im Strafraum und traf per Kopf (45.). Ajax zeigte sich allerdings nicht geschockt. Nur zwei Minuten nach der Pause nutzten sie einen Fehler der Turiner Hintermannschaft, David Neres traf mit einem schönen Schuss ins Eck. Die Gastgeber hatten im weiteren Spielverlauf mehr vom Spiel und zeigten sich mehr als gleichwertig. Das Mittelfeld der Turiner fand nur selten Zugriff und schaffte es häufig nicht, Ajax vom eigenen Tor wegzuhalten.

Barca brauchte ein Eigentor von ManUnited

Superstar Lionel Messi und Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen haben mit dem FC Barcelona Kurs auf das Halbfinale der Champions League genommen. In einem eher unspektakulären Viertelfinal-Hinspiel bei Englands Rekordmeister Manchester United setzten sich die Katalanen 1:0 (1:0) durch und gehen mit einer Ausgangsposition nach Wunsch ins entscheidende Duell am kommenden Dienstag. Ein Eigentor von Luke Shaw (13.) brachte Barcelona dem ersten Einzug unter die letzten Vier seit dem Titelgewinn 2015 nahe. Manchester geht im Kampf um seine erste Halbfinal-Teilnahme seit acht Jahren trotz einer durchaus ansprechenden Leistung als Außenseiter ins Rückspiel im Camp Nou.

Barcelona, zuletzt dreimal in Folge im Viertelfinale der Königsklasse ausgeschieden, übte im Old Trafford sofort Druck auf United aus. Das Eigentor von Shaw nach einem Kopfball von Luis Suarez, erst nach Einschreiten des Videoassistenten zurecht anerkannt, spielte den Gästen in die Karten: Barcelona hatte die Partie zunächst sicher im Griff. Manchester löste sich dann aber aus der Umklammerung und beschleunigte das Spiel über die Flügel, um den schnellen Angreifer Marcus Rashford einzusetzen. Dennoch verpasste Barca eine frühe Vorentscheidung nur knapp, als United-Torwart David de Gea bei einem Schuss von Philippe Coutinho (36.) stark reagierte. Auf der Gegenseite war ter Stegen kaum nennenswert gefordert.

Barca agierte minimalistisch

Messi agierte relativ unauffällig und kassierte bei einem harten Einsteigen von Gegenspieler Chris Smalling eine blutige Nase. Der Argentinier hatte bei Barcas Finalsiegen 2009 (2:0) und 2011 (3:1) gegen ManUnited, den bislang letzten Aufeinandertreffen, jeweils einen Treffer erzielt. Seinen letzten Sieg über Barca hatte Manchester 2008 beim 1:0 im Halbfinal-Rückspiel gefeiert, Torschütze war damals Paul Scholes.

Nach der Pause setzte Barca sehr dosiert auf Offensive, schien mit dem Ergebnis zufrieden. ManUnited stemmte sich gegen die Niederlage, die Mannschaft von Teammanager Ole Gunnar Solskjaer, dem Helden beim Final-Sieg 1999 über den FC Bayern, fand aber offensiv nicht die entscheidenden Mittel.

(ce/afp)

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